29. Dezember 2021 Hans-Raimund Kinkel

Wintersportaktivitäten im Aostatal

Das verschneite Aostatal im Norden Italiens liegt eingebettet zwischen den vier Viertausendern Mont Blanc, Monte Rosa, Matterhorn und Gran Paradiso – und garantiert damit herrliche Panoramaausblicke und jede Menge Schneevergnügen für Groß und Klein.

1. Mit Schneeschuhen auf Tiefschnee schweben

Früher war der Schneeschuh das „Arbeitsgerät“ der Trapper Nordamerikas, um in der verschneiten Prärie unterwegs sein zu können. Heute ist Schneeschuhwandern eine beliebte Form des Winterwanderns. Im Aostatal locken unzählige Routen in freiem Gelände: Im tiefen Pulverschnee geht es dann locker bergauf und bergab – Wandernde schweben förmlich auf den pudrigen Eiskristallen. Abseits von Trubel und Hektik erfährt man Ruhe und Bewegung gleichsam auf einsamen Pfaden mit beeindruckendem Blick auf die Gletschergipfel, die das Tal umgeben. Ausrüstung kann vor Ort ausgeliehen werden.

2. Husky-Gespanne selbst lenken

Bei Touren mit Schlittenhunden in Courmayeur erlebt man das einzigartige Gefühl, ein Gespann Schlittenhunde durch den Schnee zu lenken. Nebenbei kann man am Fuße die majestätische Mont-Blanc-Kette bestaunen. Nach dem Ausflug durch die valdostanische Kälte genießen die Teilnehmenden eine heiße Schokolade oder ein Aperitif in einer Berghütte. Nach Anfrage können auch besondere Touren wie Abendausflüge oder Mondscheinfahrten gebucht werden.

3. Eisklettern an Wasserfällen

Cascade de glace_©foto Roberto Andrighetto

Wenn sich die Wasserfälle im Aostatal durch den Frost in spektakuläre Eiswände verwandeln, fangen Abenteuerlustige an, sich dem Eisklettern zu widmen: Kletternde besteigen die in steile Eisformationen verwandelten Wasserfälle. Ausgeübt wird die adrenalingeladene Sportart in zahlreichen Talebenen des Aostatals, insbesondere im Cogne-Tal – über 150 Wasserfälle stehen hier für eine frostige Klettertour bereit.

4. Mehrtägige Skitouren mit Übernachtung in Berghütten

Die schneebedeckte Winterlandschaft zwischen den vier Gletschern lockt erprobte Skitourengeher aus aller Welt. Der Schauplatz großer Wettbewerbe wie dem legendären Preis Trofeo Mezzalama bietet Ausflüge mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: von kurzen Aufstiegen an offenen Hängen bis zu Strecken von mehreren Tagen auf Gletschern ist alles dabei – zu letzterem gehört auch der Aufstieg mit Ski auf den Gipfel des Gran Paradiso.

5. Sagenhafte Steilhänge beim Alpinskilaufen

Gressoney La Trinité_Monterosa Ski_©Vallée d’Aoste Tourisme

Mit 19 Skigebieten, 800 Pisten-Kilometern und neun Snowparks begeistert das Aostatal jeden Ski- oder Snowboardfan und trumpft mit Superlativen auf: Zu den größten Skigebieten zählen die Skigebiete wie Breuil-Cervinia: ein Gebiet mit über 150 Pisten-Kilometer, die sich durch die internationale Anbindung sogar auf 350 Kilometer ausweiten. Auch Monterosa Ski bietet Einmaliges: Nur hier ist es möglich, acht Stunden lang durchzufahren, ohne zweimal dieselbe Piste hinab zu wedeln. Hinzu kommt, am Fuße des Mont Blanc gelegen, das weltbekannte Skigebiet Courmayeur, eine der meistbesuchten Bergstationen Italiens.
Besonders für Familien lassen sich Gebiete mit eher sanfteren Hängen finden: Hier eignen sich unter anderem Torgnon, Champorcher und Crévacol und viele weitere familienfreundliche Skiorte.

6. Hunderte Kilometer Loipen für Skilanglauf-Fans

Fondo in Val Ferret_©foto Enrico Romanzi

Fans des Skilanglaufs überzeugt das Aostatal von November bis Mai mit hunderten Kilometern Loipe für sämtliche Niveaus. Die Spuren führen zu Fuße der Alpenriesen durch unberührte Schneelandschaften. So bekommt man auch immer wieder Wildtiere wie Rehe am Rande der verschneiten Wiesen und Wälder zu sehen.
In einigen der Langlaufgebiete gibt es sogenannte Foyers de fond vor Ort – Räumlichkeiten, die Umkleidekabinen, Duschen und teilweise sogar Saunen beinhalten, eine Station zum Wachsen der Bretter und Ausrüstungsverleihe. In Cogne ziehen sich die Strecken über 80 Kilometer unterhalb der Gipfel der Grivola und des Gran Paradiso dahin. Ein Geheimtipp ist zudem die eindrucksvolle Loipe Broillat Pellaud im Langlaufgebiet Rhêmes-Notre-Dame, die entlang des Sees Pellaud herumführt.

7. Eislaufen auf spiegelglatten Natur-Seen

Wer sich zu Fuß sicherer auf der spiegelglatten Oberfläche fühlt, dem sei Eislaufen auf natürlichen Bahnen empfohlen: Sie bieten eine faszinierende Alternative zu den Sportzentren mit künstlichem Eis. Besonders schön sind die Bahnen am Goversee mit eindrucksvollem Ausblick auf das Monte-Rosa-Massiv. Schlittschuhe können an den meisten Bahnen vor Ort ausgeliehen werden, Eislaufkurse werden ebenfalls angeboten.

8. Ice Kart Rennen in Cervinia

Die Ice Kart Bahn Cervinia ist ein weiteres Eis-Highlight für die ganze Familie: Die Natureisbahn in Breuil-Cervinia bietet zwei verschiedene Strecken mit 500 und 800 Metern Länge. Hier kann man in bunten Karts dahinflitzen und sich ein Wettrennen gegen Zeit und Freunde liefern. Täglich findet hier auch die Ice Karting School statt, ein Einführungstraining für Kinder ab fünf bis hin zu Erwachsenen.

9. Mit dem Auto auf die Eisbahn

Ähnlich schnell geht es am Wochenende auch auf der Eisbahn für Autos in Saint-Rhémy-En-Bosses zu: Die beleuchtete Rennstrecke ist 700 Meter lang, 10 bis 14 Meter breit, zudem stehen den Besuchern ausreichend Stellplätze zur Verfügung.

10. In Wellnessoasen entspannen

Nach sportlicher Betätigung im frostigen Eis und Schnee, lockt nichts so sehr wie ein sprudelndes Bad in den Thermalquellen von Saint-Vincent oder Pré-Saint-Didier: mit Hydromassagen, Saunen, Aromatherapie und duftenden Dampfbädern bei einem Blick auf die Mont Blanc-Kette, bleibt kein Wunsch offen – Entspannung garantiert.

Startfoto: Raquettes_Cervinia_©foto Marco Spataro

, ,