3. Juni 2019 Hans-Raimund Kinkel

Vivian Suter im Mudam Luxemburg

Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean präsentiert Nisyros, eines der bedeutendsten Werke von Vivian Suter (*1949), das anlässlich der dokumenta 14 in Athen präsentiert und kürzlich vom Mudam erworben wurde.

Die Reihe Nisyros (2017) ist eines der bedeutendsten Werke von Vivian Suter. Das als Auftrag für die Documenta 14 in Athen realisierte Werk wurde im Jahr 2018 vom Mudam für seine Sammlung erworben. Vivian Suter wurde 1949 in Buenos Aires als Tochter schweizerisch-österreichischer Emigranten geboren. Nach ihrem Studium in Basel ließ sie sich 1983 in Guatemala an den Ufern des Lago de Atitlán nieder, wo sie noch immer, gemeinsam mit ihrer Mutter, der Künstlerin Elisabeth Wild, lebt. Suter arbeitet zuhause in einem die üppig-tropische Vegetation der Umgebung überblickenden Atelierhaus. Die enge Verbindung zur Natur ist ein bedeutender Wesenszug der Malerei von Vivian Suter, der in Nisyros besonders deutlich wird.

Vivian_Suter_Nisyros_©_Stathis_Mamalakis Oil, volcanic material, earth, botanical matter, and microorganisms on canvas Seventeen canvases

Das Werk wurde während ihres Aufenthaltes auf der in der Ägäis gelegenen griechischen Vulkaninsel Nisyros angefertigt. Es besteht aus einer Reihe von zwanzig Leinwänden, die alle in lichten Farben und in lebhaftem Stil bemalt sind und auf die jeweiligen Umstände ihrer Entstehung antworten. Im Freien auf dem Boden liegend, wurden die Gemälde an verschiedenen Orten der Insel gefertigt, wie im Vulkankrater, an den Felsklippen oder auf dem Dach von Suters Haus, direkt am Meer. Sie sind gezeichnet vom Wetter und von den Elementen und geben das Licht und die Farben der Insel Nisyros wieder.

Entsprechend des verfügbaren Raumes wird die jeweilige Hängung vorgenommen, sei dies im offenen Verschlag des Parks bei der Akropolis, wie bei ihrer ersten Ausstellung in Athen, oder in Reaktion auf das lichtdurchflutete Sechseck des Pavillons im Mudam, wo in einer neuen Ordnung gezeigt wird, die es den Besuchern erlaubt, durch sie hindurch zu schreiten, wie durch eine Landschaft.

Biografische Notiz
Vivian Suter wurde 1949 in Buenos Aires geboren. Sie lebt und arbeitet in Panajachel (Guatemala). Den Arbeiten der Malerin und Fotografin wurden monografische Ausstellungen in zahlreichen Institutionen gewidmet, darunter die Stampa Galerie, Basel (2018), das Museo Experimental el Eco, Mexico City (2017), das Jewish
Museum, New York (2017), und die Kunsthalle Basel (2014). Weiterhin, hat die Künstlerin an der 31. Bienal São Paulo, Brazilien (2014), der 10. Bienal de Nicaragua, Managua (2016), der documenta 14, Athen und Kassel (2017) teilgenommen, sowie in Gruppenausstellungen im Museo Tamayo, Mexico City (2014), und in
Concepcion 41, Fundación de arte contemporáneo, Antigua (2013). Zusammen mit ihrer Mutter, der Künstlerin Elisabeth Wild, wurde sie in dem Film Vivian’s Garden (2016), vom anglo-palästinensischen Künstler Rosalind Nashashibi portraitiert, der ebenfalls bei der documenta 14 in Kassel präsentiert wurde.

Startfoto: Vivian_Suter_Nisyros_©_Stathis_Mamalakis

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