10. September 2020 Hans-Raimund Kinkel

Südtirols „Stonehenge“ im Sarntal

Niemand weiß, was es mit ihnen auf sich hat und wann sie entstanden sind: die „Steinernen Männchen“ auf der Hohen Reisch im Sarntal in Südtirols Süden. Die willkürlich arrangierten Skulpturen geben jede Menge Rätsel auf. Vom Zeitvertreib einiger Hirten bis hin zu schaurigen Hexentreffen im Mittelalter reichen die Spekulationen – eine Gerichtsschrift von 1540 untermauert diese obskure Theorie sogar.

Felsgravuren deuten außerdem darauf hin, dass die übermannshohen Figuren, auch als Südtirols „Stonehenge“ bekannt, bereits von den Kelten errichtet wurden. Kein Zweifel besteht an der Tatsache, dass es sich bei den „Stoanernen Mandln“ um den sagenumwobensten Ort der Sarntaler Alpen handelt. In einer der ursprünglichsten Ecken des Landes gelegen, bietet sich Wanderern von dem geheimnisumwitterten Almrücken Fernsicht bis zu den Dolomiten.

Rund um die Hohe Reisch gibt es derzeit 22 bäuerliche Urlaubs-Unterkünfte der Marke „Roter Hahn“, von denen Wandertouren direkt ab Hof zu den „Stoanernen Mandln“ führen. www.roterhahn.it

Bildnachweis: IDM Südtirol/Clemens Zahn