5. Juli 2018 Hans-Raimund Kinkel

So radelt man in der Metropole Ruhr

Der Sommer hat begonnen und damit auch die Hochsaison für Radfahrer. Die Metropole Ruhr kann seit mehreren Jahren mit dem RuhrtalRadweg einen der meistbefahrenen Fernradwege Deutschlands vorweisen. Auch in diesem Jahr wurde die Qualität des hiesigen Radtourismus auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin (ITB) bestätigt: Im Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC) rangiert der RuhrtalRadweg mit dem dritten Platz wieder auf den oberen Rängen. Auch das radrevier.ruhr beweist mit Platz Vier, dass das Ruhrgebiet zu den populärsten Radreiseregionen gehört. Auf ausgebauten Bahntrassen oder entlang von den Flüssen Ruhr und Lippe wird die Metropole Ruhr so zu einem besonderen Schauplatz, an dem sich Natur und Industriekultur vereinen.

Radrevier.Ruhr

Ein dichtes Radwegenetz von insgesamt über 1.200 Kilometern Länge durchzieht das Ruhrgebiet und bildet das Grundgerüst für das radrevier.ruhr, das sich in mehrere Themenouten unterteilt. Bestens ausgebaute ehemalige Bahntrassen sorgen für einen sicheren und ungetrübten Radelspaß fernab des Straßenverkehrs. Dabei verbinden sie zusammen mit landschaftlich schönen Kanaluferwegen viele Industriedenkmäler und Besucherhighlights, die für unvergessliche Urlaubsmomente im Ruhrgebiet sorgen. Die neue Radkarte im Maßstab von 1:100.000 gibt eine schnelle Übersicht über alle Radwanderwege des radrevier.ruhr. Das handliche Format ist zum Fachsimpeln und Planen bestens geeignet. Sehenswürdigkeiten und Kulturangebote sind mit kleinen Symbolen markiert. Neben Service- und Verleihstationen für Fahrräder finden sich auch Preislisten und Strecken des öffentlichen Nahverkehrs im VRR-Raum. Eine Beschreibung des neuen Knotenpunktsystems, das in diesem Sommer fertiggestellt wird, komplettiert das faltbare Informationspaket für den perfekten Ausflug.

Erhältlich ist die Karte unter www.ruhr-tourismus.de/de/service/prospektbestellung

RuhrtalRadweg

Der 240 Kilometer lange RuhrtalRadweg folgt der Ruhr von der Quelle im Sauerland bis zu ihrer Mündung in den Rhein in Duisburg. Die Radtour ist eine vom ADFC ausgezeichnete „4-Sterne Qualitätsradroute“, die Natur und Kultur verbindet und zum Entdecken des Ruhrgebiets einlädt. Zwischen drei und fünf Tagen dauert die gesamte Radtour an der Ruhr entlang. Die Landschaft besticht durch ihre Ruhe und Sanftheit sowie durch den hohen Grad an Erlebnisreichtum und Abwechslung. Entlang der Strecke befinden sich viele Sehenswürdigkeiten, so dass sich zahlreiche Möglichkeiten bieten, die Radtour mit Besuchen von Museen, Industriekultur, Schlössern, Musicals oder Shopping zu verbinden. Mithilfe des Erst-Infoflyers „RuhrtalRadweg kompakt“ und der praktischen Übersichtskarte wird die Planung der Radtour zum Kinderspiel. www.ruhrtalradweg.de

Römer-Lippe-Route

Als weiterer touristischer Fernradweg führt die Römer-Lippe-Route erlebnishungrige Radler von Detmold nach Xanten. Die Römer-Lippe-Route beginnt am Hermannsdenkmal in Detmold, folgt der Lippe von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein und verbindet bis zu ihrem Zielpunkt in Xanten spannende Römerstätten mit wohltuend grünen Auenlandschaften und historisch reizvollen Innenstädten. Sowohl die 295 Kilometer lange Hauptroute oder als auch die insgesamt 184 Kilometer langen thematischen Schleifen lassen die Geschichte aufleben. Im vergangenen Jahr ist mit der Gemeinde Sonsbeck eine weitere sehenswerte Themenschleife an die Hauptroute angeschlossen worden und lädt ein zu einer Entdeckungsreise von historischem Format. www.roemerlipperoute.de

Radrevier Ruhr, Welterbe Zeche Zollverein, Essen – © RTG_radrevier.ruhr

Route der Industriekultur

Über 700 Kilometer Radvergnügen bietet die Route der Industriekultur per Rad. Diese Radroute führt an ehemaligen Industrieanlagen vorbei und erklärt dabei die Geschichte des Ruhrgebiets. Ob Familienausflug oder Wochenendreise mit dem Fahrrad, die Route der Industriekultur per Rad gehört zu den Kernwegen im radrevier.ruhr. Ohne größere Anstiege und Autoverkehr eignen sich die ehemaligen Bahntrassen ideal für eine erlebnisreiche Radtour, die nach Belieben verschiedenen Themenrouten angepasst werden kann. Große Teile des Wegenetzes verlaufen auf Ufer- und Waldwegen, verkehrsarmen Straßen und stillgelegten Bahntrassen. Letztere schlängeln sich dabei auch über Brücken und Viadukte, durch unberührte Landschaften und lebendige Stadtgebiete. www.ruhr-tourismus.de/industriekulturruhr/route-der-industriekultur

Kunst & Kohle-Radtouren

Die RuhrKunstMuseen haben anlässlich ihres gemeinsamen Ausstellungsprojekts Kunst & Kohle Radrouten entwickelt, auf denen sich entlang verschiedener Streckenverläufe mehrere teilnehmende Museen anfahren lassen. Neben den Ausstellungen führen die drei vorgeschlagenen Touren auch zu weiteren Sehenswürdigkeiten, die mit dem Thema Kohle zu tun haben. Die kürzeste Strecke (ca. 30 km) steht unter dem Motto „Wege und Wandlung der Kohle“ und umfasst insgesamt acht Stationen mit drei Ausstellungsorten. Unter anderem kann hier das sozialkritische Werk „Coal Market“ des Künstlers Ibrahim Mahama am Schloss Strünkede betrachtet werden. Die Tour mit dem Thema „Der Ursprung der Kohle“ ist mit etwa 45 Kilometern die längste der vorgeschlagenen Routen. Sie führt durch Bochum und Witten und verbindet ebenfalls drei Ausstellungen miteinander. Die dritte Tour widmet sich den „(Land)Marken-Zeichen der Kohle“ und führt auf etwa 35 Kilometern durch zwei Ausstellungen mit Zwischenstopps an den Industriedenkmälern Gasometer Oberhausen und Tetraeder Bottrop.

Die Details zu den Radrouten finden Sie unter www.ruhrkunstmuseen.com/kunst-kohle/radtouren

Startfoto: Stratmann_RTG_Herdecke Ruhrviadukt_© Stratmann

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