15. Oktober 2018 Hans-Raimund Kinkel

Radausflug zum Öjendorfer Park

Das herrliche Oktoberwetter dieses Jahr lädt nicht nur in Hamburg zu spontanen Entdeckungstouren ein. Wir hatten uns für den Sonntag Mitte Oktober bei herrlichem Sonnenschein und rund 25°C den Öjendorfer Park im Osten Hamburgs vorgenommen. Mit dem Rad ist dieser unter Denkmalschutz stehende öffentliche Park aus allen Richtungen Hamburgs und vor allem natürlich den östlichen Stadtteilen gut zu erreichen.

Der Öjendorfer Park wird bestimmt durch den Öjendorfer See, um den herum sich weite, großzügige Grünflächen mit Baumreihen abwechseln. Im See selbst, der gut doppelt so groß ist wie die Außenalster, sind kleine und größere Inseln, die aus der Wasserfläche herausstechen. Die Wege im Park sind großzügig, so dass ein friedliches Miteinander von Radlern und Spaziergängern gewährleistet ist.

Wir steuern den Park von der Südseite her an und sofort eröffnet sich ein wunderbarer, weiter Blick auf den See. Sehr angenehm empfinden wir, dass es außer einem Kiosk keine touristischen Angebote gibt wie etwa Tretbootfahren oder ähnliches. Auf den Wiesen tummeln sind unzählige Hunde in ausgelassenem Spiel. Erstaunlich, dass auch sie keine Aggressivität verbreiten. Viele Familien haben sich eingefunden und grillen an diesem schönen Oktobersonntag.

Der Rundweg um den See ist knapp 4 km lang und führt auf der Westseite durch ein Waldstück, an das sich der Öjendorfer Friedhof anschließt. Mit dem Rad hat man den See schnell umrundet, kann aber noch auf einigen Seitenwegen die weitere Umgebung erkunden. Zu Fuß kommt man in rund einer Stunde um den See und kann in Ruhe von verschiedenen Standpunkten den Blick über den Park genießen.

Park unter Denkmalschutz
„Der Öjendorfer Park ist ein unter Denkmalschutz stehender öffentlicher Park im Osten Hamburgs. Der Charakter des Parks wird durch den großen nahezu in seiner Mitte liegenden Öjendorfer See bestimmt.

Der Öjendorfer Park liegt am östlichen Rand des Hamburger Stadtteils Billstedt. Seine annähernd rechteckige Fläche erstreckt sich über knapp 140 Hektar und wird eingerahmt vom Friedhof Öjendorf im Westen, der Bundesautobahn 24 im Norden, dem Barsbütteler Weg im Osten und dem Driftredder im Süden. Mit dem Friedhof, dem Tal des Schleemer Bachs, den angrenzenden Kleingärten und weiteren unmittelbar benachbarten Freiflächen bildet er eine geschlossene, fast 400 Hektar große, reichhaltig gestaltete Grünzone.

Der Park entstand auf ursprünglich landwirtschaftlich genutztem Gebiet, in dem von 1925 bis 1929 eine Sandgrube betrieben wurde. In der bis zu 12 m tiefen Grube deponierte man nach dem Zweiten Weltkrieg von 1950 bis 1953 rund 25 Millionen Tonnen Trümmerschutt aus den zerstörten östlichen Stadtteilen Hamburgs. 1954 füllte man die verbliebenen Teile der Grube mit Wasser aus dem Schleemer Bach. Von 1957 bis 1966 stand auf dem Gelände eine Trümmeraufbereitungsanlage, die Splitt für die Bauwirtschaft lieferte.

Mit dem restlichen Material formte man seit 1958 die heutige Parklandschaft um den entstandenen See und begrünte sie schrittweise. Seine endgültige Gestalt erreichte der Park erst 1968.

Der Park wird hauptsächlich durch einen Rundweg um den See herum erschlossen. Auf der Westseite des Sees befinden sich die schattigeren und ruhigeren Plätzen im Niederwald des Schleemer Baches, die Ostseite des Sees wird von offenen, sonnigen Rasenflächen beherrscht. Die Landschaft des Parks ist hügelig gestaltet und zeigt einen Wechsel aus Wiesen und Wald mit nur geringem Blumenschmuck.

Im Park gibt es zwei Spielplätze, zwei Badestellen, große Liegewiesen, einen Kiosk, einen Minigolfplatz, Tischtennisplatten, Gartenschachanlagen und einen künstlichen Hügel, der im Winter zum Rodeln genutzt wird.“
(Quelle: Wikipedia); Fotos: © Hans-Raimund Kinkel

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