29. Juni 2020 Hans-Raimund Kinkel

Norwegens Fjorde ab 15. Juli wieder erlebbar

Die Reise-Beschränkungen waren strickt aber erfolgreich: Ab dem 15. Juli dürfen Urlauber auch aus Deutschland ohne Quarantänepflicht wieder in Norwegens einzigartige Fjordlandschaften reisen. Voraussetzung für die Öffnung der norwegischen Grenzen ist, dass die Anzahl der Neuinfizierten im Verhältnis zur Bevölkerung 20 Fälle pro 100.000 Einwohner nicht übersteigt. Norwegenbesucher werden die Welt der ertrunkenen Täler in ursprünglicher Schönheit erleben können: Kreuzfahrtschiffe und große Busgesellschaften sind 2020 kaum unterwegs.

Ab dem 15. Juli wird Norwegen seine Grenzen inklusive Häfen und Flughäfen wieder für Touristen öffnen. Diese Regelung gilt neben einigen anderen Ländern der EU auch für Urlauber aus Deutschland. Eine Quarantänepflicht bei der Ein- oder Rückreise besteht dann nicht mehr.

Für Fjord Norwegen, das sich im Westen des Landes entlang der Nordsee- und Atlantikküste erstreckt, bedeutet diese Entscheidung die Möglichkeit der Rückkehr der zahlenmäßig größten internationalen Besuchergruppe. Deutsche Gäste standen im vergangenen Jahr für 27 Prozent aller Übernachtungen aus dem Ausland. Die Prognosen für 2020 versprachen ein neues Rekordjahr für die bei Deutschen beliebteste norwegische Urlaubsregion. Urlauber, die nach der unfreiwilligen Corona-Auszeit in diesem Jahr – unter den auch in Norwegen geltenden Sicherheits- und Hygienregeln- auf Entdeckungsreise gehen, werden dabei ein wohl einmaliges Phänomen erleben können:

Geirangerfjord-Fotograf-Paul-Edmundson-www_pauledmundson_com

Weltberühmte Fjorde wie Geirangerfjord und Nærøyfjord, die beide zum Unesco Weltnaturerbe gehören, oder der Sogne- und der Hardangerfjord bleiben fast gänzlich Individualreisenden vorbehalten, da Kreuzfahrtschiffe und große Busgruppen in diesem Jahr weitestgehend ausbleiben werden. Die Norwegischen Landschaftsrouten, die mit ihren architektonisch faszinierenden Raststätten und Aussichtspunkten Jahr für Jahr Besucher anlocken, laden in diesem Jahr erst Recht zu ausgedehnten Road Trips ein. Aber auch Wanderungen in der spektakulären Berg- und Gletscherwelt Fjord Norwegens, zum Beispiel zu den bekannten Felsformationen Preikestolen und Trolltunga, werden einen noch deutlich individuelleren Charakter bekommen.

Hardanger – Foto_Sverre_Hjørnevik

Bewegungs- und Entdeckungsfreiheit – ohnehin ein Markenzeichen des nur dünn besiedelten Fjord Norwegen – konnten auch in Corona-Zeiten weitestgehend beibehalten werden. Das gilt für sämtliche Übernachtungsformen: Hotels, Campingplätze, Hütten, Ferienhäuser und Jugendherbergen sind buchbar. Auch die Fährschiffe der Reedereien Fjord Line und Color Line haben ihre Fährverbindungen nach Norwegen wieder aufgenommen. Eine direkte Fährverbindung nach Fjord Norwegen besteht mit Fjord Line ab dem norddänischen Hirtshals nach Stavanger und Bergen.

„Wir haben gemeinsam mit unseren Partnern und der Branche hart dafür gekämpft, die Politik davon zu überzeugen, die Grenzen vor allem für deutsche Urlauber nicht zu spät zu öffnen. Deshalb freuen wir uns, nun endlich wieder internationale Besucher empfangen zu können und ihnen neben unserer atemberaubenden Natur auch unsere Kultur und Traditionen zeigen zu können“, sagt Stein Ove Rolland, geschäftsführender Direktor Fjord Norge AS, offizielles Fremdenverkehrsamt Westnorwegen.

Startfoto: Kajakpaddeln im Unesco-Weltnaturerbe Nærøyfjord. Foto: Sverre Hjørnevik / Fjord Norway

, , , ,