17. September 2019 Hans-Raimund Kinkel

Neukaledoniens faszinierende Kulturen

Neukaledoniens Bevölkerung ist vor allem eins: multikulturell. Kanak, Europäer, Asiaten, Polynesier, Reunionesen und Melanesier machen aus dem Archipel ein Schmelztiegel der Kulturen. Außerhalb der Hauptstadt Nouméa – auf der Hauptinsel Grande Terre – beginnt das neukaledonische Hinterland „La Brousse“. Urlaubern eröffnet sich eine Welt voller Traditionen, uralten Gebräuchen und Erfahrungen, die den Facettenreichtum der zu Frankreich gehörenden Insel zeigen. Ein Besuch bei einem Stamm der Kanak oder auf einer Cowboy-Ranch zeigen einzigartige Erlebnisse auf, die nur selten mit dem Archipel in der Südsee assoziiert werden.

© M. Dosdane_NCTPS

Dort wo alles begann
Neukaledonien zählt über 340 Stämme von Ureinwohnern, die den Namen Kanak tragen (dt. Mensch). Besucher können während eines Besuchs in das traditionelle Leben eintauchen, in Strohhütten übernachten, sich im Flechten von Schraubenbaum- und Kokosblättern üben und gemeinsam eine Bougna zubereiten. Das typische Gericht der melanesischen Bevölkerung Neukaledoniens besteht aus Fleisch oder Fisch sowie in Kokosmilch geschmorten Knollen und wird in einem Loch in der Erde, bedeckt mit heißen Steinen, gegart.

© Mimo_NCTPS

Imposantes Melanesien

Renzo Piano – der auch als Architekt für das Centre Pompidou verantwortlich zeichnet – hatte ebenso beim Kulturzentrum Tjibaou seine Finger im Spiel. Gemeinsam mit dem Ethnologen Alban Bensa schuf er ein Gebäude, das den Geist der Kanak verkörpert. Mit den zehn aufrechtstehenden und zum Landesinneren gebogenen schalenförmigen Gebilden aus Holzleisten stellt das Schafferduo die traditionellen Wohnhütten der Kanak nach. Die Anlage gliedert sich in drei Einheiten und erinnert an ein kanakisches Dorf. Das Kulturzentrum Tjibaou südlich der Hauptstadt Nouméa gilt als eines der ausgefallensten Werke des italienischen Architekten.

Savannen und Graslandschaften prägen die Westküste der Hauptinsel Grande Terre. Sie sind die Heimat der „Broussards“, der neukaledonischen Cowboys. Nach amerikanischem Vorbild wird hier Vieh gezüchtet – natürlich mit Stetson auf dem Kopf und Cowboystiefeln an den Füßen –, Wild gejagt und den Tag beschließt ein Barbecue auf einer der zahlreichen Ranches, wie der Ferme de Néméara oder der Ferme Auberge de Pierrat. Jene heißen Besucher herzlich Willkommen und vermitteln einen authentischen Eindruck des Alltags der „Stockmen“ im Outback Neukaledoniens.

Stockmen © Stanislas Fautre

Im Herzen ein Cowboy
Auf Grande Terre zieht es „Broussards“, Greenhorns und Zuschauer zu verschiedenen Veranstaltungen in die Arenen: Bourail, die Hochburg der „Broussards“, lädt jedes Jahr im August zur „Foire de Bourail“. Die dreitägige Veranstaltung spiegelt den Alltag der Cowboys wider. Western-Reiten, Rodeo und vieles mehr sorgen bei der jährlichen „Foire de Koumac et du Nord“, die in diesem Jahr am 20. September 2019 stattfindet, für eine besondere Atmosphäre. Die Kleinstadt Paita, wenige Kilometer nördlich von Nouméa beschließt die Feierlichkeiten mit dem „Fête du Boeuf“ am 27. Oktober 2019 und zeigt einmal mehr die kulturelle Vielfalt des Archipels.

Weitere Informationen zu Neukaledonien auf de.newcaledonia.travel. Startfoto: Kulturzentrum Tjibaou © M. Dosdane NCTPS

Über Neukaledonien Tourismus
New Caledonia Tourism Point Sud (NCTS) ist eine wirtschaftliche Interessensvereinigung, die Institutionen sowie Partner aus der Tourismusindustrie miteinander in Kontakt bringt, um Neukaledonien als touristische Destination zu bewerben. Im Ausland wird mit der Marke „Neukaledonien, das Herz des Pazifiks“ das Reiseziel als Destination für Urlaub- und Geschäftsreisen vermarktet. In der Region selbst übernimmt die Marke „Destination Province Sud“ diese Aufgabe. Zur Zielerreichung arbeitet NCTS in enger Partnerschaft mit öffentlichen und privaten Partnern aus der Tourismusbranche. 2001 in der Hauptstadt Nouméa gegründet, befindet sich hier der Hauptsitz von NCTPS mit zahlreichen Vertretungen weltweit.

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