17. Februar 2019 Hans-Raimund Kinkel

Neues aus Okzitanien

Rund 30 Millionen Besucher fanden im vergangenen Jahr die zweitgrößte Region Frankreichs attraktiv. Dazu trugen nicht nur acht Stätten im UNESCO-Welterbe und die 40 als „Grands Sites“ ausgezeichnete Sehenswürdigkeiten bei. Zwei National- und sieben regionale Naturparks, sowie ein Meeres-Schutzgebiet begeistern Wanderer und Taucher. Hinzu kommen 220 km sonnige Mittelmeerküste mit 37 Freizeithäfen und eine enorme landschaftliche Vielfalt. Historische Sehenswürdigkeiten, hervorragende Infrastrukturen nicht zuletzt auch die Gastronomie und das Savoir Vivre der Bewohner waren für Touristen Anlass den Urlaub in Okzitanien zu verbringen. Und immer wieder gibt es Neues zu entdecken, das diese südfranzösische Region zu einem der beliebtesten französischen Reiseziele macht.

Zu Besuch bei Gaston Fébus

Im Schloss von Foix herrschte im 14. Jahrhundert der mächtige Feudalherr Gaston III., Graf von Foix-Béarn über große Gebiete des historischen Okzitaniens. Als Gaston Fébus ging diese legendäre Persönlichkeit, genannt „Löwe der Pyrenäen“, in die Geschichte ein. Seine Macht manifestierte der Graf mit beeindruckenden Festungen darunter das Schloss von Foix, das die gleichnamige Stadt im Departement Ariège weithin sichtbar überragt. Der ehemalige Palast des Gouverneurs unterhalb des mittelalterlichen Bauwerks beherbergt ab Juni 2019 eine Ausstellung über das Zeitalter von Gaston Fébus. Rauschende Feste am Hof und Jagden, aber auch die Katharerbewegung und Kriege prägten sein Leben. Das Schloss selbst wird ebenfalls umgestaltet und entführt die Besucher direkt in die Zeit des mächtigen Grafen. Das reicht von den fürstlichen Empfangsräumen über die Küche und den Saal der Wachen bis zum Verlies. Auf der Schlossterrasse sind mittelalterliche Kriegsmaschinen zu bestaunen, außerdem können sich Besucher selbst im Armbrustschießen versuchen.

Foto:  Chateau de Foix © Patrice Thebault – CRT Occitanie

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