4. Juli 2019 Hans-Raimund Kinkel

NEU: Grawa Observatorium im Stubaital

Der WildeWasserWeg ist das Sommer-Ausflugsziel Nummer eins im Stubaital. Besonders anziehend ist der Grawa Wasserfall, das Herzstück und der Ursprung des Weges. Viele Menschen besuchen den breitesten Wasserfall der Ostalpen gerne auch wegen seiner wohltuenden Wirkung, die der feine Wasserstaub seiner Gischt besitzt. Eine eigens errichtete Plattform am Fuße des imposanten Naturschauspiels ermöglicht es Besuchern sich diesem gesundheitsfördernden Effekt komfortabel hinzugeben. Leider ist diese bei einem Unwetter im Sommer 2017 so stark beschädigt worden, dass eine neue gebaut werden musste. In knapp zwei Jahren konnte das umfangreiche Projekt realisiert werden und nun befindet sich mit dem Grawa Observatorium eine neue Attraktion am WildeWasserWeg. Es steht an fast der gleichen Stelle wie früher, ist barrierefrei und ein architektonisches Highlight, das sich bestens in die Landschaft einfügt und die fließende Bewegung des Wassers förmlich an die Umgebung weiter zu geben scheint.

Nach einem starken Unwetter im August 2017 mussten Teile des WildenWasserWegs saniert und repariert werden. Auch wenn ein Großteil der Schäden rasch behoben und der Weg kurz darauf wieder begangen hat werden können, stellte sich doch bald heraus, dass die beschädigte Plattform am Grawa Wasserfall komplett neu errichtet werden muss. Um die Plattform wieder so herzustellen, dass sie für Gäste erneut barrierefrei zur Verfügung stehen kann und großen Wassermassen standhält sowie landschaftlich ins Bild passt, bedurfte es sehr detaillierter Planungen mit Machbarkeitsstudien, Gutachten, Genehmigungsverfahren und der Auswahl der richtigen Partner. 2018 konnte dann mit der Realisierung des Projekts begonnen werden.

Ab der Sommersaison 2019 steht das neue Bauwerk, das Grawa Observatorium, schließlich vollumfänglich zur Verfügung und Besucher können es sich auf den hölzernen Liegeflächen wieder bequem machen.

Foto: © FIRN Architekten

Der Aufbau des Grawa Observatoriums orientiert sich grundsätzlich an der alten Plattform, erinnert mit seiner wellenartigen Ausführung aber an Ablagerungen von Gletschermoränen, die treppenartig angeordnet worden sind. Es passt sich der Landschaft an und lässt das spektakulär herabstürzende Gletscherwasser dank der fließenden Form der Brüstung zur Ruhe kommen, es gibt die Bewegung des Wassers scheinbar an die Umgebung weiter. Neben der Möglichkeit sich am wohltuenden Wasserfall länger aufzuhalten ist das Grawa Observatorium gleichzeitig auch eine Brücke, die über den vorderen Teil des Konstrukts führt und von zwei Seiten zugänglich ist. Auf ihm befindet sich eine Freifläche, die Platz zum Fotografieren und zum kurz innehalten lässt. Den hinteren Teil bilden vier Ebenen zum Sitzen und Liegen. Auf der obersten Ebene – 180 cm über dem Zugangsniveau – wird bewusst auf weitere Liegeplätze verzichtet, um einen reibungslosen Besucherstrom zu gewährleisten. Für einen bestmöglichen Ausblick bei gleichzeitiger Wahrung eines Geborgenheitsgefühls enden die vollflächigen Brüstungen auf einer Höhe von 65 cm über dem Standniveau. Darüber dient ein maßangefertigtes Geländer aus Eisen als Absturzsicherung. Das gesamte Observatorium ist barrierefrei angelegt, das heißt auch für Besucher mit Kinderwägen und Rollstühlen bestens geeignet.

Für die Realisierung des Bauwerks konnten durchwegs einheimische Partner beauftragt werden. Eine offizielle Eröffnungsfeier des neuen Grawa Observatoriums am Grawa Wasserfall findet am 7. Juli 2019 direkt vor Ort statt. Startfoto: © TVBStubaiTirol_Andre_Schoenherr

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