17. Dezember 2020 Hans-Raimund Kinkel

Mittelalterliches Kriminalmuseum in Rothenburg o.T.

Idyllisch, beschaulich, romantisch. Rothenburg ob der Tauber ist der Prototyp eines mittelalterlichen Städtchens. Mitten in dieser Postkartenidylle der ehemaligen Reichsstadt ist ein Museum beheimatet, das weltweit einen einzigartigen Ruf bei denjenigen genießt, die sich für Rechtsprechung und Kriminalgeschichte interessieren: Das Mittelalterliche Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber feierte 2020 sein 100-jähriges Jubiläum und lockt jährlich über 110.000 Besucherinnen und Besucher nach Rothenburg.

Mit mehr als 50.000 Exponaten aus 1.000 Jahren Rechtsgeschichte widmet es sich den historischen Grundlagen
der europäischen Rechtsordnung und zählt mit der Eisernen Jungfrau (Iron Maiden), die den Dracula-Autor Bram Stoker inspirierte, bei in- und ausländischen Besuchern zu den bedeutendsten und beliebtesten kulturhistorischen Museen.

Die Jubiläumsausstellung schildert die Beziehung zwischen Mensch und Tier wurde verlängert bis Jahresende 2021. Sie beleuchtet erstmals in Europa das wechselvolle und vielgestaltige (Spannungs-) Verhältnis von Mensch und Tier im Kontext von Recht und Moral, Vergehen und Strafe, Besitz und Nutzen. Sie wirft einen befremdlichen Blick auf Tierprozesse und Tierstrafen, auf Rattenfänger und Hexenglauben, Zauberei und Teufelspakt und schlägt gleichzeitig einen Bogen zu aktuellen Debatten rund um Tiere und Tierschutz.

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