17. Februar 2022 Hans-Raimund Kinkel

Mit Wanderprofis durchs Weltnaturerbe

Bis zu 3.200 Meter ragen die Gipfelspitzen der Dolomiten rund ums Vier-Sterne-Superior-Haus Leitlhof in Innichen/Südtirol in die Höhe. Seit 2009 gehören Teile der Gebirgsgruppe zum UNESCO-Weltnaturerbe. Nicht nur wegen der unmittelbaren Nähe zu den „bleichen Bergen“ gilt das familiengeführte Naturhotel als Dorado für Outdoorfans, sondern auch wegen seiner Wanderführer. Fünf abwechslungsreiche Touren pro Woche mit landschaftlich und kulturell reizvollen Zielen unternehmen Gäste mit den Profis kostenlos. Rucksäcke stehen im Zimmer bereit, Schneeschuhe und Co. können ausgeliehen werden. Wahlweise begleitet Skilehrer Alfred jeden Montag erfahrene Pistenbezwinger ins Drei-Zinnen-Gebiet und zeigt ihnen die schönsten Abfahrten.

Die Drei Zinnen gehören zu den vielen Höhepunkten des „Dolomitenhöhenweg Nr. 4“, der direkt ab dem Naturhotel Leitlhof in Innichen/Südtirol startet. Foto: Bureau Rabensteiner

Wer lieber auf eigene Faust loszieht, der findet die Insidertipps der Mitarbeiter in der Leitlhof-Karte. Nach dem Tag im Schnee relaxen Aktive im Innen- sowie Außenpool, Panoramahallenbad und Wellnessbereich des 2.000 Quadratmeter großen Leitlhof-Spa – beheizt mit dem hauseigenen Holzblockheizraftwerk.

Schneeschuhtour zur Bonnerhütte

Eines der aussichtsreichsten Wanderziele der Dolomiten ist die Bonnerhütte auf dem Pfannhorn bei Toblach. Bis ins Jahr 1971 war die auf einer Erhebung gelegene Schutzhütte in militärischem Besitz. Danach wurde sie bis zur Sanierung in den 2000er-Jahren dem Verfall preisgegeben. Dank konstanter Steigung ist die viereinhalbstündige, geführte Schneeschuhtour ohne allzu große Anstrengung machbar. Oben angekommen warten beruhigende Stille, freier Blick auf die Dolomiten und klare Südtiroler Bergluft als Belohnung. Da die Hütte nur im Sommer bewirtschaftet ist, sorgt das Naturhotel Leitlhof mit Lunchpaketen für die Wegzehrung.

Ein Stück Geschichte: Per pedes zur Haunoldhütte

Bei einer geführten Wanderung zur Haunoldhütte in den Südtiroler Dolomiten entdecken Teilnehmer unterwegs die Ruine des Wildbads Innichen, Bildnachweis: Bureau Rabensteiner

An der gegenüberliegenden Talseite des Südtiroler Naturhotel Leitlhof beginnt die geführte Winterwanderung zur Haunoldhütte. Die etwa drei Stunden lange, einfache Tour passiert die Ruine des ehemaligen Grand Hotel Wildbad Innichen mit seiner Kapelle St. Salvator und fünf Heilquellen, von denen vier als Mineralwasser vermarktet werden. Beim Weg entlang der Schmiedlwiese erschließt sich Wanderern der Blick auf das gewaltige Haunold-Dolomitenmassiv. Am „Saukofl“ entlang erreichen sie schließlich die Haunoldhütte. Beim Abstieg richtet sich der Guide nach den jeweiligen Wetterbedingungen.

Hoch und heilig: Auf Fellen zur Silvesterkapelle

Der Leitlhof-Shuttleservice bringt Gäste auf direktem Weg zum Startpunkt der geführten, mittelschweren Schneeschuhwanderung in Vierschach-Berg. Über einen Forstweg gelangt die Gruppe ins dolomitenumringte Silvestertal. Vorbei an urigen Südtiroler Almhütten über einen schmalen, teilweise steilen Pfad geht es weiter bis zur Silvesterkapelle. Das vorromanische Kirchlein ist an der gesamten Apsis und Fensterlaibung mit Fresken der Brixner Malerschule von zirka 1450 verziert. Nach dem Kulturgenuss führt eine Militärstraße nach dreieinhalb Stunden wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Das DZ/F im klimapositiven Hotel kostet ab 115 €/Pers./Nacht. www.leitlhof.com; Startfoto: Die bleiche Schönheit der Dolomiten erwandern bei kostenlosen geführten Touren. Bildnachweis: Bureau Rabensteiner

, , ,