17. November 2018 Hans-Raimund Kinkel

Macron eröffnet Museum in Besançon

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron weiht am Freitag, den 16. November das Museum für schöne Künste & Archäologie in Besançon ein. Seit 2014 war es vom Architekten Adelfo Scaranello generalüberholt und erweitert worden. Das älteste Museum Frankreichs, das seit 1694 besteht, und somit fast hundert Jahre älter als der Louvre ist, sollte jetzt auch eines der modernsten werden.

Bereits zur Eröffnung steht ein digitaler Besichtigungsführer in Französisch, Englisch und Deutsch als Smartphone-App über WLAN zur Verfügung. 11 Millionen Euro wurden investiert, um den Besuchern mehr als 1500 m² zusätzliche Fläche zu bieten. Dabei sind jetzt 40 wichtige Werke zu sehen, die das Publikum vorher noch nicht zu Gesicht bekommen hatte. Sammlungen der Bereiche Archäologie, Zeichnungen und Gemälde werden gezeigt. Die ägyptische Sammlung hat als Glanzstücke die Mumien des königlichen Schreibers Seramon vom Ende der 21. Dynastie.

Das Museum besitzt eine der größten Grafiksammlungen Frankreichs mit über 6000 Arbeiten vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Bei den Gemälden sticht die „Beweinung des toten Christus“ (um 1545) von Angelo Di Cosimo, genannt Bronzino, hervor. Ein Museumsbesuch ist aber auch ein spannender architektonischer Spaziergang. Das Museum befindet sich im Stadtzentrum von Besançon, in einer Flussschleife des Doubs unterhalb der Zitadelle.

Foto: © Jörg Hartwig

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