8. Februar 2020 Hans-Raimund Kinkel

Kultur- und Naturschätze des Großen Kaukasus

Schon im 4. Jahrhundert und damit nur wenig später als in Armenien wurde das Christentum auch im nördlich angrenzenden Georgien zur Staatsreligion erhoben. Die isolierte Lage des Landes in den Bergregionen des Großen Kaukasus führte zur Ausbildung einer eigenständigen Kirchenkunst und -architektur. Eindrucksvolle Zeugnisse der Kirchengeschichte stellen beispielsweise die Wehrkirche von Ananuri im Norden, die Dreifaltigkeitskirche von Gergeti, der Gelati-Klosterkomplex und die Bagrati-Kathedrale im Westen dar.

Die am Zentralkamm des Kaukasus gelegene Region Swanetien im Nordwesten Georgiens gilt mit ihren mittelalterlichen Wehrtürmen und Kirchen aus dem 10. bis 14. Jahrhundert als Schatzkammer des Landes. Mit der Kleinstadt Mestia, der reich ausgemalten Georgskirche in Nakipari, der Barbarakirche in Che, der Kirche des Erzengels Gabriel in Lendsheri/Laschtchweri und der Erlöserkirche in Latali/Mazchwarischi werden mehrere herausragende Kunstdenkmäler besichtigt.

Auch in der nördlich von Tbilissi gelegenen alten Hauptstadt Mzechta, bis heute religiöses Zentrum des Landes, lassen sich zahlreiche bedeutende Klöster und Kathedralen besichtigen.

In Stein gehauene Höhlenstädte mit uralten Klöstern, Fresken und Verteidigungsanlagen sind für Georgien charakteristisch und finden sich nahezu im ganzen Land. Die im Süden gelegene Felsenstadt Wardsia, im 12. Jahrhundert, dem „Goldenen Zeitalter“ Georgiens entstanden, bestand aus 3.000 Höhlen und konnte über 50.000 Menschen Unterschlupf bieten. Auch Uplisziche im Zentrum des Landes war eine solche Siedlung und das Udabno-Felsenkloster mit seinen wunderbar ausgemalten Höhlen belegt, dass auch das berühmte Weinanbaugebiet Kachetien im Osten an Kunstschätzen nicht arm ist.

Im Rahmen der Reise bietet sich darüber hinaus die Gelegenheit, bei kleinen Wanderungen die einzigartige, weitgehend noch unberührte Gebirgslandschaft kennenzulernen. Besonders attraktiv ist dabei der Fußweg zum Chalaadi-Gletscher in Swanetien.

Beispiele für den georgischen Weinbau und die georgische Küche, die Besichtigung historischer Stätten, des Kurorts Bordschomi, des 2.200 Meter hoch gelegenen Uschguli, der Bergstadt Mestia und nicht zuletzt der Hautstadt Tbilissi runden das zwölftägige Reiseprogramm ab.

Die Studienreise nach Georgien „Kultur und Naturschätze des Großen Kaukasus“ wird vom 06. bis 17.06. und vom 12. bis 23.09.2020 angeboten und kostet jeweils 1.950 Euro. Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 290 Euro.

Nähere Informationen im Internet unter:

https://biblische-reisen.de/katalogreisen/europa/georgien/gek05_kultur-_und_naturschaetze_des_grossen_kaukasus

, , , ,