2. September 2019 Hans-Raimund Kinkel

Israels Tor zur Wüste!

Seit Jahrtausenden zieht die Wüste Menschen an, und stets suchen Menschen sie auf, um sich auf Neuentdeckungen einzulassen. Ruhesuchende sind hier ebenso gut aufgehoben wie alle, die beim Sport aktive Erholung suchen. Dank 360 Sonnentagen im Jahr ist die Wüste Negev um Eilat ebenfalls attraktiv für Sportler wie den Mountainbike-Star Fabio Wibmer. Der Street-Trial-Profi aus dem Team der Red Bull Athletes inszeniert im kommenden Winter die Landschaften des Negev auf neue Art, wenn er sich dort bei kunstvollen Bike-Stunts filmen lässt.

Doch auch wer nicht sportlich ambitioniert ist, dem macht Eilat und die Wüste ein Angebot. Ob als Paar, Familie oder allein Reisender: Feinsandige Strände, bizarre Gesteinsformationen und bunte Korallenriffe locken ganzjährig Menschen mit Entdeckersinn und alle an, die eine kleine winterliche Flucht in die Sonne machen wollen. Das Beste: Der Negev ist die Europa am nächsten gelegene Wüste – alles Schöne dort ist nur rund viereinhalb Flugstunden entfernt.

Bequeme Anreise dank Nonstop-Verbindungen

Für Reisende, die die Wüste erkunden wollen, ist Eilat mit dem neuen Ramon Airport der ideale Anlaufpunkt: Lufthansa verbindet sonntags Frankfurt mit der israelischen Küstenstadt; Ryanair fliegt montags von Berlin-Schönefeld aus ans Rote Meer. Von Wien aus gelangt man dienstags und samstags mit dem Nonstop-Flug von Wizz Air dorthin.

Wassersport, Wüstensport, Musik und Kulinarik in Eilat

Tauchen, Sonnenbaden, Wandern, Mountainbiken, Wassersport – alle Aktivitäten sind in bzw. von Eilat aus umsetzbar. Abends warten dann Bühnenshows, Festivals und eine ansprechende Gastronomie auf die Urlauber – am südlichsten Punkt des Heiligen Landes kann man in kürzester Zeit unterschiedliche Welten kennenlernen. Dabei ist Eilat nicht nur ein Ferienort und ein Tauchspot mit sehr gesunden Hausriffen, sondern eine gewachsene und lebendige Stadt, die über eine moderne Infrastruktur inklusive neuem internationalem Flughafen verfügt. Eines der besonderen Highlights ist ganz sicher der Besuch im Dolphin Riff – hier gibt es die einzigartige Gelegenheit, als Schnorchler oder Taucher Delphine in ihrem Zuhause zu besuchen und auf Tuchfühlung zu gehen.

EILAT© Israelisches Tourismusministerium

Nur ca. 30 km entfernt befindet sich der Timna Nationalpark, ein absolutes Muss bei der Ausflugsplanung. Ob zu Fuß oder mit dem Mountainbike – das Areal nördlich von Eilat begeistert Jung und Alt mit den Salomonischen Säulen, den Pilzformationen oder den jahrtausendalten Kupferminen. Im November wird die große Abschlusssession des Yoga Arava Festivals hier im Timnapark direkt von den Säulen des König Salomons stattfinden. Der Höhepunkt für alle internationalen Yogafans.

Aufgrund der dauerhaft warmen Temperaturen ist der Eventkalender in Eilat insbesondere in den Wintermonaten sehr gut gefüllt. Aus sportlicher Sicht locken der Desert Marathon und der Israman Eilat in die Küstenstadt ans Rote Meer. Für Musikliebhaber stehen sowohl Jazz beim Red Sea Jazz Festival als auch Klassische Musik beim Eilat Chamber Music Festival im Mittelpunkt.

Wer gerne Ausflüge unternimmt findet auch außerhalb von Eilat zahlreiche Aktivitäten. Die Negevwüste begeistert mit nicht geahnten Möglichkeiten: die Berge, Täler und Wadis des Negev, die jahrtausendalte Geschichte der Nabatäer, interessante Begegnungen mit Kibbutzbewohnern und Künstlern oder auch ein kulinarischer Zwischenstopp in einer Wüstenwinzerei.

Ramon Krater

Negev – Ramon Crater – Mitzpeh Ramon_full_(c) Dafna Tal_ Israel Ministry of Tourism

Im Herzen des Negev liegt der Ramon-Krater, der größte Erosionskrater der Welt, der auch unter dem Namen Machtesch Ramon bekannt ist. Er hat die Form eines langen Herzens und bildet Israels größten Nationalpark, das Ramon-Naturreservat. Wer die Wüste sicher zu Fuß erkunden möchte, kann dies auf der Ramon Colours Route tun. Die Strecke, die ganzjährig bewandert werden kann, führt vom Ramon-Krater (Makhtesh Ramon) bis nach Han Be’erot und ist in rund zwei Stunden zu bewältigen.

Nachts bietet der Himmel über der Negev Wüste einmalige Voraussetzungen für Star-Gazing. Der sternenklare Himmel und die absoluten Finsternis lassen sich die jährlich wiederkehrenden Meteorschauer der Perseiden, die Milchstraße und die nördlichen Sternenbilder besonders gut erkennen.

Sightseeing „on the Go“ auf Rad- und Wanderwegen

bike riding_Negev_Arava region_(c) Alon Ron_IMOT

Mit seiner abwechslungsreichen Topographie ist Israel perfekt für Radsportler und Wanderer. Diese finden hier ausgeschilderte Pfade durch die Wüste. Auf dem Israel Bike Trail entdecken Mountainbiker die Landschaft Israels in Etappen auf der Nord-Süd-Achse. Bislang sind 300 Kilometer Strecke zwischen Eilat und Mitzpe Ramon zum Radfahren freigegeben. Der Weg führt über frühere Karawanenwege durch die Wüste, vorbei an Kulturstätten, wie dem „Saharonim Fort“, einem antiken Rastplatz auf der ehemaligen Gewürzroute, oder dem „Sculpture Garden“, einer Skulpturensammlung von internationalen Künstlern in Mitzpe Ramon. Jede Teilstrecke nimmt rund sechs bis acht Stunden in Anspruch. Am Etappenziel gibt es Übernachtungsmöglichkeiten.

Unterkünfte von traditionell bis luxuriös

Das Spektrum an Unterkünften in Eilat und in der Negev reicht von Kibbuzim über Beduinenzelte bis hin zu architektonisch beeindruckenden Luxushotels. Alleine Eilat bietet in 50 Hotels und ca. 11.000 Zimmern Übernachtungen in allen Kategorien.

Israels Version des „Bed and Breakfast“ sind so genannte „Zimmerim“ bei einheimischen Gastgebern. Naturnah wohnt man im „Khan“, großen Freiluftkomplexen mit Hütten und Gemeinschaftsschlafräumen.

Typisch israelische Gastlichkeit erfährt man auch im Kibbuz mit Übernachtungsmöglichkeiten zu erschwinglichen Preisen mit der Möglichkeit die Idee der Kibbutzim hautnah zu erleben.

Aktuelle Reiseangebote und Informationen rund um Israel finden Sie auf unseren Internetseiten.

Informationen zu Eilat unter https://de.traveleilat.com/

Informationen zur Wüste Negev unter de.visitnegev.com

Startfoto: Touring along the Ramon Crater, Mitzpeh Ramon, Negev_full_(c) Dafna Tal_ Israel Ministry of Tourism

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