28. Mai 2022 Hans-Raimund Kinkel

In der Heimat der Normannen

Mit Natours Reisen erleben Urlauber im Sommer und Herbst die ganze Vielfalt der Normandie. Beim Wandern und mit dem E-Bike erkunden die Teilnehmer im Norden Frankreichs schroffe Küstenfelsen, lange Sandstrände, kleine Fischerorte und die stärksten Gezeiten Europas. Die Küste ist auch im Sommer nicht überlaufen und fast immer weht eine erfrischende Brise vom Meer. Auftakt der normannischen Entdeckungsreise ist jedoch eine hügelige Landschaft, die wenige Kilometer von der Küste entfernt selbst im Hochsommer Stille und idyllische Natur bietet.

Los geht es in Clécy südlich von Caen, die Kleinstadt mit ihren romantischen Gassen und charmanten Cafés ist an zwei Tagen Ausgangspunkt für Ausflüge in die normannische Schweiz. Auf ehemaligen Bahntrassen radelt die Gruppe durch eine Landschaft aus Wäldern, Schluchten und sanften Hügeln, dazu kleine Städtchen, die sich an Felsen klammern und den Charme vergangener Zeiten bewahrt haben. Wer will, kombiniert die Wanderung zum Fluss Orne mit einer zweistündigen Kanufahrt. Kulinarische Highlights unterwegs sind eine Cidrerie mit Apfelwein-Degustation, Picknick an einer Schlossruine oder optional die Crèperie von La Pommeraye in einem umgebauten Stall.

Kueste-A-velo-Alexandre_Lelouey © Normandy-Tourism

Am vierten Tag….

…dann das Kontrastprogramm: Die Insel Tatihou ist ein 28 Hektar großes Vogelparadies und liegt vor der Halbinsel Cotentin. Bei Ebbe ist Tatihou vom Festland aus zu Fuß zu erreichen. Wer allerdings lieber mit trockenen Schuhen dorthin gelangen will, kann gezeitenunabhängig mit einem Amphibienfahrzeug auf die Insel fahren. Die Natours-Gruppe mit maximal 12 Teilnehmern wohnt in der ehemaligen Festung und besteigt nach einem Inselrundgang den Wehrturm, der 1692 zum Schutz vor englischen Angreifern gebaut wurde. An den darauf folgenden Tagen wird die für das Cotentin typische Marschlandschaft bei Küstenwanderungen und einer Radtour erkundet.

Cotentin Wandern-Thierry_Houyel © Normandy-Tourism

Gourmets machen Rast in Saint-Vaast la Hougue, die Austern dort sind berühmt und werden in den unzähligen Restaurants rund um den Hafen ganz frisch geschlürft. Mag sein, dass das Seebad an der Nordostküste von Cotentin auch deshalb 2019 von den Franzosen zu ihrem Lieblingsstädtchen gewählt wurde. Am siebten Tag heißt es Abschied von der Insel nehmen. Das folgende Hotel liegt an der Westküste der Halbinsel Cotentin in der Bucht von St. Martin und ist Ausgangspunkt für Küstenwanderungen mit weiten Badestränden, markanten Leuchttürmen und Spezialitäten aus dem Meer. Auch hier lohnt es sich die Austern zu verkosten, denn sie unterscheiden sich in den verschiedenen Zuchtregionen geschmacklich recht deutlich voneinander. Vom Küstenweg lassen sich immer mal wieder kurze Abstecher in eines der kleinen Dörfer machen, in denen noch das Cotentinais gesprochen wird. Die normannische Sprache gilt als ausgestorben, nur auf der Halbinsel Cotentin wird sie bis heute als wichtiges Kulturgut gepflegt.

Anreise:

Die Bahn bringt Reisende in rund vier Stunden von Paris an die Küste der Normandie. Clécy ist mit dem Zug (bis Caen) und Bus ebenfalls gut zu erreichen, die Rückfahrt würde ab Cherbourg erfolgen. Durch die Lage im Norden Frankreichs lässt sich die Normandie aus dem Süden und Westen Deutschlands schon in rund acht Stunden mit dem Auto erreichen.

Reisedaten:

Do.28.07 – Sa.06.08.22 und Do.15.09 – Sa.24.09.22. Preis ab 1.799 Euro pro Person. Natours hat für diese Reise drei ganz verschiedene Unterkünfte ausgewählt. In jeder werden die Urlauber drei Nächte verbringen: In Clécy in einem kleinen Hotel im Ortszentrum, auf der Insel Tatihou in einem liebevoll renovierten Haus der ehemaligen Festung und in Omonville la Petite in einem kleinen Hotel direkt an der Küste. In allen Unterkünften werden die Gäste abends mit einem landestypischen 3-Gang-Menü verwöhnt.

Weitere Informationen: www.natours.de; Startfoto: Suisse_Normande-David_Commenchal © Normandy-Tourism