24. April 2022 Hans-Raimund Kinkel

Haubers Naturresort in Oberstaufen

Es produziert Glückshormone, es lindert Rückenschmerzen und bringt Würze ins Champagnersüppchen: Bergheu ist ein raschelndes, knisterndes Wunder. Die Wirkung entdeckt man am besten in Haubers Naturresort im Allgäu. Denn dort mähen die Hotelchefs selbst – und schaffen sogar für Allergiker wohltuende Erlebnisse.

Hier wachsen büschelweise Kräuter, die es in sich haben: Auf den Feldern von Haubers Naturresort in Oberstaufen sprießen Knäuelgras, Lavendel, Margerite, Teufelskralle, Arnika, Scharfer Hahnenfuß, Prachtnelke, Blutwurz und Co. Im angrenzenden Luxushotel sorgen die seltenen Pflanzen für Heilung und Erholung. Glückliche Erinnerungen gibt es gratis dazu.

Die spezielle Kraft des ersten Schnitts
Dafür sorgt Familie Hauber selbst. Mit urigem Gerät und Holzrechen bringen die Chefs Ende Mai oder Anfang Juni den ersten Schnitt persönlich ein. In dem speziell getrockneten und dadurch auffällig grünen Bergheu stecken lauter Stoffe, die dem Menschen nützlich sind. Die reifen Blüten und Blätter enthalten Kumarin, Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle, die wohltuend auf den Körper wirken.

Klaus-Hauber-bei-Heuernte-© Sigrid-Hauber

Und nicht nur das: Die 36 Kräuter, die auf Haubers ungedüngten Bergwiesen in rund 1000 Metern Höhe wachsen, sind sogar gut für Allergiker. Weil alles gut verblüht ist, sorgen die Samen aus der hohen Lage für wenig Reaktionen. Wer sicher gehen will, badet staubfrei im Heublumen-Sud oder lässt sich auf der Soft-Packliege in warmem Wasser getränkten Heu versenken.

Der Sud, die Stängel und Blüten wirken über die Haut auf Muskulatur, Gelenke und Wohlbefinden. „Eine althergebrachte Heilmethode, die viele längst vergessen haben.“ Haubers glauben seit 1995 an die Wirkung. In ihrem idyllisch gelegenen Naturhotel trifft ihr Bergheu auf puren Luxus. Rund 300 Kilogramm wertvolle Wiese, getrocknet und gepresst in sechs großen Ballen schaffen an warmen Kraxenöfen und in der Sauna im Haus am See eine ganz eigene Atmosphäre.

Heuruheraum © Tanja-Hauber

Vom Bad im Heublumen-Sud bis zur Bergheupraline
„Mit Erinnerungen an glückliche Kindheitstage“, sagt Klaus Hauber, der sich die meisten Anwendungen mit seiner Frau Sigrid ausgedacht hat. Heute gibt es Haubers Bergheu im speziellen Heuruheraum, in süßem Heusirup, im saftigen Rinderfilet auf einem Bergheubett oder versteckt in Bergheupralinen, umhüllt von dunkler Schokolade. In jedem Detail spürt der Gast hier die Leidenschaft für echte Landwirtschaft. Die Fülle der Natur verzaubert die Gäste über sämtliche Sinne. Entweder in echt und draußen, auf den Wegen und Wiesen des 17 Hektar großen Hotelgrunds oder im Restaurant über den Gaumen oder im direkten Gespräch mit Haubers.

Denn sowohl Tochter Eva (29 Jahre) als auch Hotelchef Klaus Hauber sind ausgebildete Landwirte. Sie führen die Ideen der Großeltern weiter, die schon vor 25 Jahren wussten, dass die Allgäuer Wiesen beste Erholung bieten.

Heusuppe © Michael Colella

Ab Ende Mai lässt sich die volle Wucht des Aromas beim ersten Schnitt live erleben. Wer später dran ist, bucht einfach eine Kräuterstempelmassage, legt sich in den Heuruheraum zwischen Laken und Wolldecken oder bestellt ein Champagnersüppchen mit üppigem Bergheu-Aroma. Oder marschiert selbst entlang der Kräuter- und Blütenpracht – direkt vor der Haustür des riesigen Naturresorts.

Weitere Informationen unter: www.haubers.de; Startfoto: © Michael Colella

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