13. Januar 2019 Hans-Raimund Kinkel

Hafenromantik zwischen Tradition und Moderne

Warum zieht es den Menschen ans Meer? Ist es der Blick zum Horizont? Die unendliche Weite? Der Duft der Freiheit? Oder alles zusammen? Tatsache ist, dass viele Urlauber der See treu bleiben und Jahr für Jahr in den Norden Deutschlands reisen, um an der ostfriesischen Küste Abstand vom Alltag zu gewinnen. Denn wo der Himmel das Meer berührt, ticken die Uhren langsamer, Stress und Hektik ebben ab und es fällt leichter, sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu konzentrieren.

So schön ein Urlaub in den Bergen oder spontane Städtetrips auch sind – manchmal muss es mehr sein. Das Meer, um genau zu sein, und das liegt in Carolinensiel-Harlesiel gleich vor der Haustür. Das idyllische Nordseebad, das zwei Orte und drei Häfen miteinander vereint, hat von Wellness über Kunst und Kulinarik bis hin zu Hafenromantik pur einiges zu bieten. Etwa während der WattenSail, die jedes Jahr am zweiten Augustwochenende im und rund um den Museumshafen in Carolinensiel stattfindet. Festlich geschmückt präsentieren sich Traditionsschiffe wie die Plattboden-Segler – einst unverzichtbare Transportmittel, heute beliebte Fotomotive – und der historische Raddampfer „Concordia II“, der noch lange nicht an Ruhestand denkt.

Der gemütliche Raddampfer „Concordia II“ schippert parallel zur Promenade die Harle herauf und herunter. (Foto: epr/Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH)

Vielmehr schippert er täglich zwischen Carolinensiel, dem ehemaligen Kutterhafen Friedrichsschleuse und dem Yachthafen Harlesiel hin und her – immer parallel zur Kurpromenade, die auch als „schönste Meile Ostfrieslands“ bekannt ist. Ob Hafenfete, Kunst- und Handwerkermarkt oder Weinfest – einen Anlass zu feiern gibt es immer, sowohl für Ostfriesen als auch für Nicht-Ostfriesen. Besonders beliebt sind die Konzerte mit dem Shanty-Chor, die unter anderem im Kurgarten der Cliner Quelle stattfinden. Letztere lädt mit Sole-Erlebnisbad, Saunalandschaft und Fitness-Club zu Wellness an der Waterkant ein. Nicht nur bei „Schietwetter“ erste Anlaufstelle: das Deutsche Sielhafenmuseum. Neben der mehr als hundert Jahre alten Rettungsstation an der Friedrichsschleuse ermöglichen auch die Alte Pastorei, das Kapitänshaus und das Groot Hus einen lebendigen Blick in die Vergangenheit. Weitere Informationen gibt es unter www.carolinensiel.de.

Startfoto: Zur alljährlichen WattenSail haben sich die historischen Traditionsschiffe besonders festlich herausgeputzt. (Foto: epr/Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH)

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