20. Juli 2020 Hans-Raimund Kinkel

Grado, die „Perle der Adria“

Sonnige Badestrände und das geheimnisvolle Flair der Altstadt machen Grado, auf der gleichnamigen Insel gelegen, zu einem Ziel am Meer, das zum Bummeln, Entdecken und auch zum Dolce Vita einlädt. Grado liegt auf einer Küstendüne im Nordosten Italiens, also in der Region Friaul-Julisch Venetien. Es wurde bereits im 2. Jahrhundert v. Chr., zur Zeit der Römer, als Seehafen der Stadt Aquileia errichtet und gilt, wegen seiner geografischen Lage und Bedeutung, auch als „Mutter Venedigs“.
Grados Altstadt – auch „Gravo vecio” oder „Castrum“ – besteht aus einem malerischen Labyrinth kleiner Gassen und Plätzen. Traditionelle und moderne Architektur verbinden sich zu einem städtischen Kunstwerk Norditaliens. Enge Außentreppen, historische Steinmauern und seltene Dachfirsten zeugen davon, dass Grado mehr ist, als ein gewöhnliches Fischerdorf.

Besucher können durch die Altstadt-Gassen flanieren und dort einheimische Spezialitäten genießen. Die Auswahl ist groß: Es gibt rund 50 Restaurants, Cafés und Kneipen. Als Spezialität gilt die Gradeser Borèto, eine gehaltvolle Fischsuppe. Es gibt ungefähr 30 verschiedene Boretoarten, je nach Jahreszeit sind unterschiedliche Fischarten darin enthalten. Die Zutaten sind stets frisch gefangen, die Fischerboote liegen im Gradeser Hafen Porto Mandracchio. Nach dem Essen stößt man gern mit dem berühmten Digestif von Grado an, dem „Santonego“, pur oder auf Eis. Es handelt sich hierbei um einen speziellen Likör aus einem bitteren Gewürzkraut mit silbergrünen Blättern, das in der Lagune gedeiht und zwischen August und September blüht.

Die Hafenstadt besitzt nach Süden gerichtete Sandküsten, die goldgelb in der Sonne leuchten. Grado wird darum auch als „Goldinsel“ bezeichnet. Der gepflegte und mit feinem Sand behaftete Strand „Gianluca Baronchelli“ ist übrigens der einzige Strand der gesamten Adria, der von morgens bis abends von der Sonne beschienen wird. Einen Tag ohne Strand kann man bei einer Natur-Wanderungen durch die Weinberge entlang der ausgebauten Radwege innerhalb der Region von Grado erleben.
www.grado.it

Foto: © Mario Callegari

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