6. Juni 2022 Hans-Raimund Kinkel

Geschichte der Konstantin-Stadt Trier

Zur Römerzeit war sie eine Metropole, und das kann man noch heute erkennen: Zeugnisse der römischen Geschichte begegnet man in Trier auf Schritt und Tritt. Die bekanntesten von ihnen – Basilika, Kaiserthermen, Amphitheater und Porta Nigra – stammen zumeist aus der Zeit Kaiser Konstantins, der die Stadt zu seiner Residenzstadt gemacht hatte.

Die älteste Stadt Deutschlands war mit weit über 80.000 Einwohnern in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts auch die größte Stadt nördlich der Alpen, bis sich die Römer im Zuge der Völkerwanderung und der vorrückenden Germanen zurückziehen mussten.

Über die Phase des Untergangs des Römischen Reiches ist noch wenig bekannt, und deshalb macht es Sinn, diesem Thema eine große Landesausstellung zu widmen, welche in diesem Jahr in drei Museen der Stadt an der Mosel gezeigt wird.

Ihr Besuch bildet den Höhe- und Endpunkt einer Studienreise, die sich neben der römischen Antike auch dem frühen Christentum widmet. Denn Trier ist die einzige Stadt Deutschlands, die ohne Unterbrechung schon seit dem dritten Jahrhundert eine christliche Gemeinde hat. Auch hierzu stellen sich zahlreiche Fragen, beispielsweise, welche Rolle die Christen bei der Weitergabe der römischen Zivilisation spielten.

„Wie es unser Markenzeichen ist, wird die Gruppe von einer fachlich kompetenten Reiseleitung betreut“, betont Geschäftsführer Rüdiger Tramsen, und Theologischer Leiter Thomas Maier ergänzt: „unter der Führung eines Kirchenhistorikers lässt sich die Stadt in allen ihren interessanten Facetten kennenlernen und der Frage nachgehen, welche Gründe zum Niedergang des römischen Imperiums führten.“

Trier_PortaNigra_Foto-Hansruedi-Etter_Pixabay

Das römische, das frühchristliche, das mittelalterliche und das jüdische Trier stehen im Zentrum jeweils eines Tages der sechstägigen Reise.

Amphitheater, Konstantins Palastaula und die Kaiserthermen, selbstverständlich die Porta Nigra, berühmtester Römerbau und Wahrzeichen der Stadt, stehen für das römische Trier.

Frühchristliche Grabstätten finden sich in einem antiken Gräberfeld unter der ehemaligen Kirche St. Maximin. Das Dommuseum beherbergt zahlreiche Zeugnisse des frühen Christentums. Die berühmte Albana-Gruft, in der die Witwe Albana, die mutmaßlich erste Christin Triers, begraben liegt, sowie das Grab des Apostels Matthias, einziges Apostelgrab nördlich der Alpen, und die Gräber der ersten Bischöfe Triers dürfen selbstverständlich bei diesem Programmteil nicht fehlen.

Trier_Basilika_Foto-Erich-Westendorp_Pixabay

Der Dom mit seiner Schatzkammer und der Reliquie „Heiliger Rock“ und die Liebfrauenkirche sind Zeugnisse des mittelalterlichen Trier.

Dass hier auch viele Juden lebten, belegen mittelalterliche Judengasse, Synagoge und jüdischer Friedhof, und schließlich entstammt der berühmteste Sohn der Stadt, Karl Marx, auch einer jüdischen Familie.

Der Weinanbau in Trier ist ebenfalls auf die Römer zurückzuführen. Bis heute ist die Region ein wichtiges Weinanbaugebiet. Bei einer Weinprobe lässt sich der besondere Geschmack des Moselweins kennenlernen.

Die Studienreise „Römische Antike und frühes Christentum in der Konstantin-Stadt“ wird vom 25. bis 30. September 2022 angeboten und kostet 995 Euro pro Person im Doppelzimmer.

Download des Katalogs „Kultur- und Studienreisen 2022“ unter https://biblische-reisen.de/service/kataloge-bestellen.

Weitere Studienreisen unter www.biblische-reisen.de. Startfoto:Trier_Kaiserthermen_Foto-Thomas-Wolter_Pixabay

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