6. Februar 2021 Hans-Raimund Kinkel

Föhr: Das Sörenswai-Vorland

Das nordwestlichste Ende von Föhr hütet ein Geheimnis: das Sörenswai-Vorland. Hierhin gelangt man am besten mit dem Fahrrad oder bei einem ausgedehnten Spaziergang zu Fuß, zum Beispiel von Dunsum oder Oldsum aus. Hier gibt es keine Busanbindung, keinen Strandkorbverleih, keine Infrastruktur, abgesehen von der Deichstraße. Hier versteckt sich eine (für Föhr) einzigartige Kombination aus Deich und Strand. Der Blick schweift weit aufs Watt, wo bei Ebbe tausende Vögel Nahrung suchen und Kraft tanken, und auf den Deich, auf dem die Schafe grasen.

Bis nach Sylt kann man sehen. Eigentlich ist hier nie viel los. Ruhe, Weitblick, Vogelgeschnatter und das leise Rauschen des Wassers, wo es auf Land trifft. Am Strand, die Füße in den Sand gesteckt, scheint die Zivilisation weit weg – die Abgeschiedenheit lädt zum Träumen und Verweilen ein. Und wenn dann doch der kleine Hunger kommt, locken die saftigen Kuchen und der duftende Kaffee im Café „Im Apfelgarten“ oder bei Stellys Hüüs in Oldsum. Auf dem Weg dorthin ist zum Glück genügend Zeit, die Eindrücke vom Sörenswai-Vorland gut abzuspeichern – zum Weiterträumen zuhause.

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