31. Januar 2019 Hans-Raimund Kinkel

Familie lädt zu Fahrradwoche in Süditalien ein

Familie Moretti aus Marina di Camerota im süditalienischen Cilento tut, worüber viele der übrigen Dorfbewohner nur den Kopf schütteln. Sie fährt Fahrrad. Besonders Mamma Angela brennt für das „bici“, wie das Fahrrad liebevoll auf Italienisch genannt wird.

Daher rührt auch der Name ihres kleinen Familienbetriebs: Bicimania. Es bedeutet so viel wie Fahrradversessenheit. Mit Beharrlichkeit und dem richtigen Gespür für den Puls der Zeit schenken Angela Moretti und ihre Familie Cilento-Reisenden nun die Möglichkeit, ihre urtümliche Heimat aus Bergen und Meer auf eine ganz besondere Weise zu entdecken. ­

Sechs abwechslungsreiche Touren

Auf sechs Touren erleben kleine Gruppen von maximal 12 Personen den Cilento ganz so wie ihn die radbegeisterten Morettis sehen. Authentisch, malerisch, hin und wieder etwas unwegsam und über alledem extrem gastfreundlich und liebenswert.

Immer mit dabei sind Francesco Moretti und seine Freundin Valentina, die die Gruppe als ausgebildete MTB-Guides begleiten. Mit hochwertigen Mountain-E-Bikes von Atala, die mit sehr leistungsfähigen Yamaha-Motoren ausgestattet sind, können die endlosen Serpentinen, die wilden Küstenwege, Schluchten und Bergdörfer des Nationalparks mit spielender Leichtigkeit bewältigt werden. ­

Kultur und Kulinarik

Während der Touren geht es jedoch nicht nur um das reine Fahrradfahren. Kulturell und kulinarisch sollen die Teilnehmer der Gruppenreise ebenso auf ihre Kosten kommen. Im Programm sind die „Stars“ des Cilento gekonnt mit echten Geheimtipps gepaart.

So werden das Archäologische Museum und die Tempel von Paestum aus der Zeit um 500 v. Chr. ebenso besucht wie eine alte Ölmühle im abgelegenen Bergdorf Licusati. Hier ist der junge Bildhauer Pantaleo zu Hause. Mit dem Kauf der Ölmühle und zwei angrenzenden, leer stehenden Wohnhäusern verfolgt er den Traum, einen Teil seines Dorfes so zu rekonstruieren wie er vor über 100 Jahren ausgesehen haben muss.

Auf kurzen Zwischenstopps dürfen sich die E-Biker indes auf frischen Büffelmozzarella, Olivenöl, Freselle mit fangfrischen Sardellen, Melanzane Mbuttanate (gefüllte Auberginen) und all die anderen Köstlichkeiten der bodenständigen, cilentanischen Küche freuen. Touristenmenüs ohne Profil sucht man im Cilento vergebens.

Boot statt Fahrrad

Und obwohl sich in sieben Tagen alles um das E-Bike dreht, darf ein Ausflug nicht fehlen, der so typisch für die Cilento-Küste ist, wie kein anderer. Das Fahrrad wird gegen ein Fischerboot und Wanderstöcke ausgetauscht und es geht von Marina di Camerota hinaus in den Meeresnaturpark Infreschi.

Mit steil aufragenden Felswänden und dem grün-blauen Farbkontrast zwischen Bergen und Meer, wird Naturliebhabern auch hier alles geboten, was das Herz begehrt. Postenkartenmotive für Fotos, idyllische Badebuchten, ein Küstenwanderweg der Panorama-Extraklasse und die Geschichten und Sagen der Fischer rund um die Meeresgrotten, die sich entlang der Steilküste verstecken.

Der Reiseverlauf im Detail: https://www.cilento-ferien.de/erlebnisreisen/e-bike-reise-cilento/; Foto © Bicimania Moretti

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