16. April 2019 Hans-Raimund Kinkel

Drei Kulturreisen nach Asien

Biblische Reisen ist nicht nur auf Gruppenreisen ins Heilige Land (Israel/Palästina) spezialisiert. Vielmehr finden sich ebenso Fernreisen oder Schiffsreisen im umfangreichen Programm. Im Gegensatz zu anderen Anbietern geht es dem ökumenischen Reiseveranstalter dabei nicht nur um schöne Landschaften, Geschichte und Kulturdenkmale. „Wir haben das Ziel, dass unsere Teilnehmer das jeweilige Land möglichst umfassend kennenlernen“, sagt Geschäftsführer Rüdiger Tramsen, „deshalb sind das religiöse und gesellschaftliche Leben und Begegnungen mit den Menschen vor Ort fester Bestandteil des jeweiligen Reiseablaufs.“

Wir stellen drei Fernreisen vor, die im Laufe des Herbstes in verschiedene Regionen Asiens führen.

Pagoden – Klöster – Goldenes Dreieck

Südostasien ist das Ziel einer siebzehntägigen Studienreise, die für dieses Jahr neu konzipiert wurde. Wer sich dafür entscheidet und von 18. Oktober bis 3. November einer Reise in das Grenzgebiet zwischen Thailand, Laos und Myamar anschließt, kann zauberhafte Landschaften und lebhafte Städte ebenso erleben wie einmalige Kulturschätze bestaunen. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit, den Buddhismus als prägende Religion sowie einzelne Sozial- und Umweltprojekte kennenzulernen und sich mit Vertretern der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache auszutauschen.

Ausgangspunkt ist Bangkok. Nach mehrtägigem Aufenthalt in der Hauptstadt des Königreichs Thailand geht es weiter nach Chiang Mai, das mit seinen zahlreichen Tempeln und Palästen als schönste Stadt des Landes gilt. Durch eine grandiose Berglandschaft führt der Weg nach Chiang Rai im Norden Thailands und weiter nach Chiang Kong an der Grenze zu Laos. Eine zweitägige Bootsfahrt auf dem majestätischen Mekong-Fluss schließt sich an. In Luang Prabang, Hauptstadt der „Reich der Millionen Elefanten“ genannten Region Lane Xang und uralter Sitz der laotischen Könige stehen Besuche von Tempeln wie dem Wat Xieng Thong, die Begegnung mit einem buddhistischen Mönch und Ausflüge in die landwirtschaftlich geprägte Umgebung auf dem Programm. Nach Aufenthalt an dem See Sanctuary Nam Ngun ist die Hauptstadt Vientiane das nächste Ziel, wo noch deutlich das Flair der früheren französischen Kolonialmacht zu spüren ist und von dort via Bangkok zurück nach Deutschland.

„Durchs wilde Kurdistan“

Vielen ist nicht bekannt, dass Kurden nicht nur im Süden der Türkei und im Norden von Syrien und des Irak, sondern auch im Norden und Westen des Iran siedeln. Hier leben sie neben Aserbaidschanern, Armeniern und Aramäern, weshalb sich Zeugnisse ganz verschiedener Religionen und Kulturen entdecken lassen.

Isfahan

Die Reise führt zu uralten Stätten des Islam wie die Blaue Moschee in Täbris oder die Orte Maragheh, Sanadaj und Negel. Beispiele frühchristlicher Kirchen- und Klosterarchitektur wie die Thaddäuskirche, ein faszinierendes Denkmal der frühen armenischen Christen, stehen ebenso auf dem Programm. Darüber hinaus werden auch, beispielsweise in Horwraman-e Takht, Kultstätten und Zeugnisse der Urreligionen besichtigt.

Karl Mays Romantitel „Durchs wilde Kurdistan“ trifft auch heute noch auf diesen weithin unbekannten Teil Persiens zu. In einer herrlichen und weitgehend unberührten Berglandschaft werden pittoreske Orte wie Kandovan mit bis heute bewohnten Höhlenwohnungen oder Palangan, wo die Häuser beiderseits einer schmalen Schlucht quasi übereinander gebaut sind, angesteuert. Historische Städte wie Hamadan, Hauptstadt des alten Mederreiches, werden während der 14 Tage ebenso besucht wie Kermanschah mit den berühmten Grotten von Taq-i-Bustan sowie die wunderschöne Stadt Isfahan und die Hauptstadt Teheran. Bei Begegnungen mit den Einheimischen bietet sich immer wieder Gelegenheit, Gastfreundlichkeit, Brauchtum und heutige Lebensverhältnisse im Iran kennenzulernen.

Impressionen der Seidenstraße

Die aktuellen Pläne Chinas, eine „Neue Seidenstraße“ einzurichten, rückt die uralte Handelsverbindung zwischen dem Orient und dem Okzident wieder ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. Die Reise „Impressionen der Seidenstraße“ bietet Anlass, vor Ort mehr über die antike Route zu erfahren, auf der jahrhundertelang in westliche Richtung hauptsächlich Seide, gen Osten vor allem Wolle, Gold und Silber gehandelt wurden und die den Austausch zwischen dem Orient und dem Okzident ermöglichte. Ungefähr auf halbem Wege zwischen Ostasien und dem Mittelmeerraum liegen Tadschikistan und Usbekistan. In dieses „Herz der Seidenstraße“ führt eine dreizehntägige Reise im September.

Von der Hauptstadt Duschanbe geht es zunächst durch Tadschikistan, ein oft nur schwer zugängliches Hochgebirgsland. Hier finden sich einzigartige Naturschönheiten wie der See Iskanderkul, der seinen Namen von Alexander dem Großen hat, und die sieben Seen Marguzor. Tempel und bunte Fresken zeugen vom Reichtum der antiken Stadt Pandaschkent, wo seinerzeit die Karawanen aus allen Richtungen zusammentrafen.

Buchara

Die sagenumwobenen Städte Chiwa, Buchara und Samarkand liegen heute auf usbekischem Staatsgebiet. In Samarkand, welches Timur Khan im 14. Jahrhundert zur Hauptstadt seines riesigen Weltreichs machte, fühlt man sich angesichts der türkisblauen Kuppeln des „Registan“ auch heute noch in die „Märchen aus 1001 Nacht“ versetzt. Kostbarer Bauschmuck und Fayencen, beispielsweise in der Ulugh-Begh- oder die Shirdar- und Tella-Kari Medrese lassen den einstigen Reichtum der Stadt erkennen. Buchara, „die Edle“ zählte ebenso zum Städtebund des „goldenen Rings“ wie die Oase Chiwa, deren mittelalterliches Stadtensemble zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Mehrere Essen bei einheimischen Familien, der Besuch eines Bazars in Urgentsch und die Begegnung mit einem Vertreter der christlichen Gemeinden ermöglichen einen Blick auf die Gegenwart.

www.biblischereisen.de

Biblische Reisen GmbH ist ein Reiseveranstalter für alle, die sich für Kultur, Religion und Geschichte interessieren. Ursprünglich für die Reiseorganisation von Kirchengemeinden und andere kirchliche Gruppen gegründet, schätzen mehr und mehr auch Menschen aus nicht-kirchlichem Umfeld das anspruchsvolle Reiseprogramm, das auch hohen intellektuellen Ansprüchen genügt und historische sowie geistes- und religionsgeschichtliche Hintergründe und Zusammenhänge vermittelt. Einen Namen hat sich der Reiseveranstalter mit Sitzen in Stuttgart, Münster und Klosterneuburg vor allem auch mit seinen Gruppenreisen erworben, die nach individuellen Wünschen organisiert werden. Über die Kultur- und Studienreisen hinaus runden Studien-Kreuzfahrten auf Flüssen und Meeren das vielseitige Angebot ab.

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