8. Juli 2018 Hans-Raimund Kinkel

Deutschland entdecken – von Kulturschätzen bis zu Naturwundern

Das Träumen gehört zum Reisen: Neues entdecken, dem Stress und der Routine des Alltags entkommen und sei es nur für ein paar Tage. Aber was passiert, wenn sich auch beim Reisen unbemerkt eine Routine einschleicht und man sich Jahr um Jahr am gleichen Reiseziel wiederfindet? Booking.com hat in einer globalen Studie mit über 20.500 Teilnehmern herausgefunden, dass das Erkunden eines lokalen Geheimtipps für 42 Prozent aller Reisenden schon das Highlight eines Urlaubs war*.

Mehr als ein Drittel der deutschen Reisenden (34 Prozent) sahen sich durch Geheimtipps eines Ortsansässigen dazu ermutigt, eine Urlaubsdestination weiter ergründen zu wollen. Wer die üblichen touristischen Pfade verlässt, kann Naturwunder, kulturelle Sehenswürdigkeiten und besondere Orte auf einer Reise durch Deutschland entdecken – ausgewählt von Booking.com, der weltweit führenden Buchungsplattform für Unterkünfte aller Art, und empfohlen von den Einheimischen.

Liebermannvilla – Blick auf den Wannsee ©MLG_Peter Groth

Imposante Naturwunder: mehr als nur einen Besuch wert
Für mehr als die Hälfte der Deutschen Reisenden (55 Prozent) ist das Entdecken von besonderen Sehenswürdigkeiten in der Natur das wertvollste und beeindruckendste Erlebnis. In Deutschland gibt es zahlreiche Naturwunder, von denen drei der schönsten hier zu finden sind:

Iberger Tropfsteinhöhle im Harz
Im Harz befindet sich die viele Millionen Jahre alte Iberger Tropfsteinhöhle, die wegen ihrer seltenen Entstehungsart einzigartig ist: Ursprünglich handelte es sich bei der Höhle um ein Korallenriff, das vermutlich in einem warmen Meer entstanden ist. Durch die tektonische Verschiebung der Erdplatten entstand sie wahrscheinlich dort, wo heute Madagaskar liegt. In mehreren Millionen Jahre bewegte sie sich an ihren heutigen Ort im Oberharz. Die Tropfsteinhöhle bietet eine faszinierende Unterwelt mit mächtigen Bodentropfsteinen und Sinterkaskaden.

Blautopf in Blaubeuren, Baden Württemberg
Der Blautopf beeindruckt mit seiner tiefblau und grünlich schimmernden Wasserfarbe, die am besten bei Schönwetterperioden zur Geltung kommt und das Merkmal der Karstquelle ist. Sie zählt zu den größten ihrer Art in Deutschland, ist 21 Meter tief und unter ihrer Wasseroberfläche befindet sich ein weitverzweigtes Höhlensystem. Zahlreiche Mythen und Sagen ranken sich um die blaue Quelle, so soll dort – nach der Sage „Die Schöne Lau“ von Eduard Mörike – einst eine Wassernixe gelebt haben.

Höllentalklamm bei Grainau, Bayern
Die Höllentalklamm bei Grainau in Bayern lädt mit ihren bis zu 150 Meter tiefen Schluchten, atemberaubenden Wasserfällen, verschlungenen Wegen und zahlreichen Brücken zwischen steilen Felswänden zum Entdecken ein. Egal zu welcher Jahreszeit, die Klamm sieht bei jeder Witterung schön aus – nur im Winter ist sie nicht zu bestaunen, da Brücken und Stege abgebaut werden und erst wieder im Mai/Juni zu begehen sind.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten mit dem gewissen Etwas
Neben atemberaubenden Nuturwundern hat Deutschland viele kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten. 30 Prozent der deutschen Reisenden kommen damit auf ihre Kosten, denn für sie zählt das Entdecken einer kulturellen Sehenswürdigkeit zu einem der besten Erlebnisse auf Reisen. Wer in Zukunft einen Städtetrip nach Hamburg, Berlin oder München bucht, findet hier drei Tipps, die von den Einheimischen empfohlen werden:

Liebermann Villa in Berlin

Blick auf den Eingang zur Villa ©MLG

Wenn Urlauber die deutsche Hauptstadt besuchen, dann dürfen es auch gerne kulturelle Sehenswürdigkeiten fernab des Brandenburger Tors und des Regierungsviertels sein – wie zum Beispiel der Garten der Liebermann-Villa am Wannsee. Auf zahlreichen Bildern des Malers sind die Villa und der Garten zu sehen. Bei einem Besuch gibt der seeseitige Teil einen wunderschönen Blick auf den Wannsee frei und im vorderen Garten kann man zwischen üppigen Blütenstauden, Obstbäumen und Gemüsebeeten spazieren gehen.

Alter Elbtunnel in Hamburg

Alter Eltunnel mit Besuchern ©HPA_Frank Pusch

An der Elbe gelegen, ist Hamburg für seinen großen und internationalen Hafen bekannt. Wer nicht über, sondern auch unter Wasser die Stadt erkunden möchte, sollte den Alten Elbtunnel – die erste Flussuntertunnelung des Kontinents – besuchen. Der markante quadratische Kuppelbau an den St. Pauli-Landungsbrücken beherbergt die Maschinerie und vier große Fahrkörbe, die Menschen und Fahrzeuge seit 1911 in fast 24 Meter Tiefe transportieren. Nach 426,5 Metern unter der Elbe und durch zwei gekachelte Röhren, mit sechs Meter Durchmesser, geht es auf der anderen Seite wieder ans Tageslicht. Von da aus, lässt sich wunderbar über den Hafen und auf die Elbphilharmonie, das imposante Konzerthaus der Stadt, blicken.

Schloss Blutenburg in München
Für viele gehört bei einem Trip nach München ein Besuch des Schlosses Nymphenburg dazu. Eine tolle Alternative ist das Schloss Blutenburg im Westen der Stadt mit seiner idyllischen Seelage, dem großzügig angelegten Park, einer wunderschönen Schlosskirche und einer internationalen Jugendbibliothek.

Wandeln abseits touristischer Pfade: besondere Orte entdecken
Drei von zehn Reisenden (30 Prozent) lieben es abseits der touristischen Pfade zu wandeln und empfinden die dabei entdeckten Orte als die besten Entdeckungen in ihrem Urlaub. Wer sich auf Erkundungstour nach geheimnisvollen, versteckten Orten machen möchte, wird hier fündig:

Heilig-Kreuz-Kirche in Fröttmaning
Wer nicht nur bei einem Fußballspiel im Stadion der Bayern mitfiebern und in der FC Bayern Erlebniswelt stöbern möchte, kann vom Fußballstadion aus zu Münchens ältestem Gotteshaus wandern. Die Heilig-Kreuz-Kirche steht in Fröttmaning zwischen Autobahn und Stadion und bildet mit ihren im 9. Jahrhundert erbauten Mauern einen beeindruckenden Kontrast zu der neumodernen Architektur der Allianz Arena.

Hängseilbrücke Geierlay im Hunsrück

Hängeseilbrücke Geierlay ©D. Ketz_Hunsrück-Touristik GmbH

In abenteuerliche Höhen geht es auf der Hängeseilbrücke Geierlay. Die mit 360 Metern längste Fußgängerseilbrücke liegt im Hunsrück. Sie verbindet die Ortsgemeinden Mörsdorf und Sosberg und überquert in 100 Metern Höhe das Mörsedorfer Bachtal. Von hier aus bietet sich ein weiter Blick ins Tal mit vielen Wandermöglichkeiten.

Der Hauptfriedhof in Frankfurt am Main

Haupteigang des Friedhofes Frankfurt ©Stadt Frankfurt am Main, Grünflächenamt

Frankfurt am Main ist mit seinem Bankenviertel einen Besuch wert. Anschließend lädt der Hauptfriedhof zu einem Streifzug ein und offenbart eine besondere Atmosphäre und ein friedliches Stück Frankfurt. Dabei können Besucher die Ruhestätten manch bedeutender Persönlichkeiten, wie Marcel Reich-Ranicki, Alois Alzheimer, Theodor Adorno und Arthur Schopenhauer, anschauen und das beeindruckende Mausoleum Gans sowie die Gruftenhalle am Gruftenweg besuchen.

* Von Booking.com in Auftrag gegebene und unabhängig durchgeführte Umfrage unter Erwachsenen, die in den letzten zwölf Monaten eine Reise unternommen haben oder in den nächsten zwölf Monaten eine Reise planen. Insgesamt wurden 20.500 Teilnehmer befragt (über 1.000 aus Australien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, China, Brasilien, Indien, den USA, dem Vereinigten Königreich, Russland, Indonesien und Kolumbien sowie mehr als je 500 aus Japan, Neuseeland, Thailand, Argentinien, Belgien, Kanada, Dänemark, Hongkong, Kroatien, Taiwan, Mexiko, den Niederlanden, Schweden, Singapur und Israel). Die Teilnehmer haben im März 2018 eine Online-Umfrage ausgefüllt.

Startfoto: Hängeseilbrücke Geierlay ©D. Ketz_Hunsrück-Touristik GmbH