16. Juli 2021 Hans-Raimund Kinkel

Der Dolomiti-Garda-Radwanderweg oder „DoGa“

Der DoGa startet in Malé im Val di Sole und führt bis ans Seeufer in Riva del Garda. Erfahrene Radfahrer können die komplette Strecke in Angriff nehmen, wobei sich Anfänger die leichtere aber mindestens genauso eindrucksvolle „Dolce Vita“-Route vornehmen können. Von Malé fährt man an Apfelplantagen und den Berggruppen von Cevedale und Presanella vorbei bis man im Val Meledrio auf den ersten Anstieg trifft. Dieser Anstieg führt zum höchsten Punkt der Radroute – dem Prato Carlo Magno auf 1.600 Metern. Hat man diesen erreicht, folgt eine lange Abfahrt von Madonna di Campiglio nach Tione durch die dichten Wälder der Adamello-Presanella-Täler und vorbei an den gelblich-grauen Wänden der Brenta-Dolomiten.

Zwischendurch lohnt es sich, einen Halt bei den Vallesinella-Wasserfällen und im Brenta-Tal sowie den Nardis-Wasserfällen im Val di Genova zu machen. Bei der Fahrt von den steilen Tälern des Val Rendena in die grünen Regionen des Val Lomasone kann man einen für das Trentino typische Wechsel der Kulissen beobachten. Weiter bergab kommt man auf den Ballino-Pass und passiert den Tenno-See. Die alpine Landschaft trifft spätestens beim Erreichen des Endziels Riva del Garda am Gardasee auf ein mediterranes Flair. Mit 2.260 Höhenmeter im Aufstieg und 2.920 Höhenmeter im Abstieg ist der 110 km lange Radweg in der Regel an einem Tag zu bewältigen. Allerdings bietet es sich an, nach Belieben auf dem Weg längere Pausen machen, um die Hotspots an den 3 Pässen und in den 4 Tälern besuchen und bestaunen zu können.

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