24. Oktober 2019 Hans-Raimund Kinkel

Capri – Superleichtes E-Bike aus Spanien

Mit einer speziellen Philosophie hat die spanische Fahrradmarke CAPRI sich das Thema E-Bike vorgenommen. Ziel der Grundüberlegungen war, ein möglichst leichtes Rad mit „unsichtbarer“ Unterstützung zu kreieren, das vor allem für den täglichen Einsatz in der Stadt eine optimale Lösung anbieten soll. Herausgekommen sind zwei Modelle, das Herrenrad „Metz“, dessen Gewicht bei 17,2 und für das Unisex-Rad „Azur“ bei 16,5 kg liegt.

Capri-Herrenrad „Metz“

In dieser „Gewichtsklasse“ liegen bei uns die meisten „normalen“ Räder mit Nabenschaltung, Trekkingräder mit entsprechender Ausstattung sind oft sogar noch schwerer.

Die CAPRI-Modelle sind mit einem 250W-Motor (Gewicht 1,47 kg) in der hinteren Nabe ausgestattet. Mit einer ebenfalls leichten Batterie von 1,16 kg in Form einer Thermosflasche erhält man ein Unterstützungspotential für 40 km. Das klingt erst einmal sehr wenig, vor allem, weil bei uns die E-Bike-Anbieter nach wie vor mit möglichst großer Reichweite argumentieren. Diese Räder sind aber meist auch nicht unter 23-25 kg zu bekommen.

Capri-Unisex-Rad „Azur“

Und hier wird das Konzept von CAPRI deutlich: Die Räder mit diesem geringen Gewicht lassen sich im täglichen Gebrauch auf normalen Strecken, also eben bis leichte Steigungen, ohne Unterstützung fahren. Wer in einer Stadt mit Hügeln lebt oder starkem Gegenwind ausgesetzt ist, mal schwerere Sachen damit transportiert oder einfach keine Lust auf maximalen Sport hat, kann die Elektromotor-Unterstützung dazuschalten. Mit diesem eigentlich uralten Prinzip von „Fahrrad mit Hilfsmotor“ erhöht sich die Reichweite entsprechend.

Um diese Fahrradmodelle so leicht wir möglich zu gestalten, wurde bewusst auf alles verzichtet, was die Räder schwerer gemacht hätte. Zum Beispiel: Licht muss man sich mit Batterie-LED-Lampen beschaffen, da es keinen Nabendyno im Vorderrad gibt. Gepäckträger ist auch nicht vorgesehen, das bedeutet, man muss seine „Lasten“ (Zum Beispiel ein vernünftiges Schloss) im „Rucksack“ transportieren oder nachrüsten, was das Rad dann natürlich wieder schwerer macht. Es gibt eine Reihe von Zubehör-Angeboten. Die Grundausstattung ist hochwertig mit z.B. Brooks-Sattel und Shimano RDTY 300 7V Schaltung und Stahlrahmen.

Eine Besonderheit ist auch die Akku-Flasche, die – leider – ohne Abschließmöglichkeit am Rad wie eine Trinkflasche angebracht ist und die man dadurch bei jedem Abstellen mitnehmen müsste. Das wird sich in der Praxis bei uns nicht bewähren. Hier kann man möglicherweise selbst eine Lösung finden.

Auch die Vermarktung geht neue Wege: Zunächst startet CAPRI über eine Crowdfunding-Plattform mit einem hohen Rabatt am 29.10.2019 von bis zu 45 % (INDIEGOGO) und kommt später in den normalen Verkauf über www.Biciclasica.com und eventuell auch über lokale Fahrradhändler.

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