29. November 2020 Hans-Raimund Kinkel

Buchenurwälder und wilde Natur

(epr) Rucksack gepackt, Stiefel geschnürt und los geht’s! Wandern liegt im Trend und ist bei Jung und Alt beliebt. Es bietet unverfälschte Naturerlebnisse. Zu entdecken gibt es vielfältige Landschaften direkt vor der Tür, zum Beispiel in den Wäldern des Nationalparks Kellerwald-Edersee.

Der einzige hessische Nationalpark schützt einen der letzten großen und naturnahen Rotbuchenwälder Mitteleuropas. Urige Naturwaldrelikte, über 1.000 reinste Quellen und naturnahe Bäche, Felsfluren und Blockhalden sind seine Schätze und bilden wertvolle Lebensräume. Seit 2011 ist ein Bereich des Nationalparks außerdem ein Teilgebiet des transnationalen UNESCO-Welterbes „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. Eine der Besonderheiten des Nationalparks sind die knapp 20 mit Tier- und Pflanzensymbolen markierten Rundwege, die in Halbtagestouren zu bewältigen sind.

Der einzige hessische Nationalpark Kellerwald-Edersee schützt einen der letzten großen und naturnahen Rotbuchenwälder Mitteleuropas. Uralte, knorrige Buchen und bemoostes Wurzelwerk säumen die Rad- und Wanderwege. (Foto: epr/Nationalpark Kellerwald-Edersee/Touristik Service Waldeck-Ederbergland GmbH)

Diese ergänzen die durch den Nationalpark verlaufenden regionalen Hauptwanderwege. Dazu zählt zum Beispiel der vom Deutschen Wanderverband (DWV) zertifizierte Qualitätswanderweg Kellerwaldsteig. Auf seinen 156 Kilometern verbindet er den Nationalpark mit dem umliegenden Naturpark. Mehr als die Hälfte des Steiges sind naturbelassene Wege und Pfade.

Alle Sehenswürdigkeiten der Nationalparkregion, wie etwa der Kellerwaldturm auf dem Wüstegarten, der höchsten Erhebung im Naturpark, liegen an dieser Wanderstrecke. Der ebenfalls vom DWV zertifizierte Urwaldsteig, der um den Edersee führt, bietet auf etwa 70 Kilometern wilde Natur auf Schritt und Tritt. Letzte echte Urwälder und der atemberaubende Ausblick auf die einzigartige Wald- und Seenlandschaft der Erlebnisregion Edersee und des Nationalparks belohnen die Wanderer für ihre Mühen.

Wer den Nationalpark nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann sich einem Ranger anschließen. (Foto: epr/Nationalpark Kellerwald-Edersee/Touristik Service Waldeck-Ederbergland GmbH)

Alle Hauptrouten beginnen an den ausgewiesenen Wanderparkplätzen. Diese sind mit Hinweistafeln ausgestattet, die über Länge, Verlauf, Besonderheiten und Schwierigkeitsgrad informieren. Touren wie die Mehler Holz-Route oder die Ringelsberg-Route – mit Besuch im NationalparkZentrum – eignen sich für Halbtageswanderungen. Wer den Nationalpark nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann sich einem Ranger anschließen. An allen Wochenenden finden Rangertouren in den Nationalpark statt – zu Fuß, auf dem Fahrrad und dem Planwagen und mitunter auch bei Nacht.

Mehr unter www.nationalpark-kellerwald-edersee.de und www.waldecker-land.de. Startfoto: Auge in Auge mit dem Wolf: Im Wildtierpark Edersee kann man Meister Isegrim sicher in zwei begehbaren Gehegen erleben. (Foto: epr/Nationalpark Kellerwald-Edersee/Touristik Service Waldeck-Ederbergland GmbH)