20. April 2020 Hans-Raimund Kinkel

Ausflug nach „Planten un Blomen“

Die Coronakrise lässt vor allem Bewohnern der Großstädte nur begrenzte Bewegungsfreiheiten für Freizeitaktivitäten. In dieser Situation gewinnen die innerstädtischen Parks und Grünanlagen eine besondere Bedeutung. So auch in Hamburg der mitten in der Stadt gelegene „Garten“ Planten un Blomen. Er zieht sich vom Dammtorbahnhof bis nach St. Pauli und bietet eine überraschende Vielfalt.

Mit Abstand auf den Grünflächen. Foto: © Hans-Raimund Kinkel

Am jetzigen Wochenende haben viele Hamburger den weitläufigen Park genutzt, um die Sonne zu genießen, obwohl außer zwei Eisläden keine weiteren Angebote geöffnet hatten. Auch die sonst so gut genutzten großen, attraktiven Spielplätze waren geschlossen. Hinzu kommt derzeit, dass durch die Baustelle des Kongresszentrums der Park durch Bauzäune unterbrochen ist.  Auch das Tropengewächshaus ist zurzeit natürlich ebenfalls geschlossen.

Der Pavillon im Japanischen Garten Foto: © Hans-Raimund Kinkel

Planten un Blomen bedeutet Pflanzen und Blumen und ist Hamburger Platt. 1930 begann die Umgestaltung des Zoologischen Gartens in einen Volks-, Vogel- und Vergnügungspark. In den Jahren 1934 – 1935 wurde die Parkanlage unter Leitung des Gartenarchitekten Karl Plomin für die Niederdeutsche Gartenschau neu gestaltet. Zu dieser Zeit erhielt der Park den Namen „Planten un Blomen“.

Blick auf das Landgericht Hamburg Foto: © Hans-Raimund Kinkel

Die drei sich anschließenden Internationalen Gartenausstellungen (IGA) in den Jahren 1953, 1963 und 1973 veränderten das Gesicht der Anlage erheblich. Nach der letzten IGA wurde das gesamte Gelände unter dem Namen „Wallringpark“ vom Bezirksamt Hamburg-Mitte verwaltet.

Seit 1986 tragen auch die Wallanlagen und der Alte Botanische Garten offiziell den Namen „Planten un Blomen“. Gleichzeitig wurde ein Rahmenplan für die Gestaltung der gesamten Grünanlage entwickelt.

Buntes Blumenbeet Foto: © Hans-Raimund Kinkel

Dass sich ein Besuch der ca. 47 ha großen Parkanlage im Herzen Hamburgs lohnt, steht außer Zweifel.
Hier reihen sich prachtvolle Blumenbeete an gepflegte Rasenflächen, idyllische Bäche und kleine Seen bieten sich als Orte der Entspannung, aber auch als Beobachtungsposten für die Entdeckung der zahlreichen Wunder der Flora und Fauna an.

Entspanntes Genießen Foto: © Hans-Raimund Kinkel

Wie hier in Hamburg Planten un Blomen, so hat z.B. in München der Englische Garten eine ähnliche Bedeutung als Naherholungsareal.

 

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