10. November 2019 Hans-Raimund Kinkel

Auf Schneeschuhen durch Lappland und die Lofoten

Die Bergwelt der Lofoten und die weiten Landschaften Lapplands sind im Winter noch spektakulärer als sonst. Im Februar bietet Natours Reisen Entdeckungstouren auf Schneeschuhen dorthin an. An zwei Terminen reisen kleine Gruppen zehn Tage lang durch diese beiden höchst unterschiedlichen Regionen am Polarkreis – und erleben eine Kombination aus unbändiger Natur und exotischen Begegnungen. Das Beste: Die Schneeschuhtouren sind für Teilnehmer mit normaler Kondition geeignet, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Polarkreis: Auf Schneeschuhen entdeckt die Natours-Gruppe die Bergwelt der Lofoten, Meerblick inklusive. Foto: Tobias Kostial

Die Regionen am Polarkreis bieten jeden Tag ein neues Abenteuer. Schneeschuhtouren durch tiefverschneite Landschaften wechseln sich ab mit Stippvisiten bei Einheimischen und kulinarischen Entdeckungen wie getrocknetes Rentierfleisch und frisch gefangenem Skrei aus dem Nordmeer. Die Reise beginnt mit vier Tagen in Schwedisch Lappland. Dort wird die Gruppe eine samische Familie besuchen und am offenen Feuer der Rentierzüchterin Lotta Svensson und ihren Geschichten über die Urbevölkerung Lapplands lauschen. Beispielsweise darüber, dass ihre Urahnen an Naturgötter glaubten und im Rhythmus der acht Jahreszeiten lebten, die sich aus den Bedürfnissen der Herde ergaben. Wer möchte, kann sich am nächsten Tag auf einer Huskyfarm als Hundeschlittenführer beweisen und anschließend lernen wie man auf traditionelle Weise unter dem Eis Hecht-Fallen auslegt. Die Natours-Teilnehmer wohnen in Lappland ganz stilecht in einfachen Holzhütten ohne Strom, das Wasser wird aus einem Eisloch im zugefrorenen See geholt und statt einer Dusche geht es in die holzbeheizte Sauna.

Polarkreis: Im Winter kommen Fischer von nah und fern auf die Lofoten, um am berühmten Dorschangeln teilzunehmen. Foto: Tobias Kostial

Am fünften Tag reisen die Polarkreis-Entdecker mit dem Schiff weiter zur Inselgruppe der Lofoten, wo gerade der traditionelle Dorschfang in vollem Gange ist. Schon die Überfahrt ist ein Erlebnis, denn wie aus dem Nichts tauchen die schneebedeckten Berge aus dem Meer auf. Ein gemütliches Nordlandhaus in dem kleinen Örtchen Sandsletta bildet das Basislager der Reisegruppe. Von hier aus starten die Schneeschuhtouren und Ausflüge zu regionalen Highlights: Das Wikingermuseum in Borg beispielsweise und der Ziegenhof Aalan Gård, wo drei Generationen der Familie Aalan leben und den typischen Brunost-Käse mit Karamellgeschmack herstellen. Verkostung inklusive.

Polarkreis: Wenn das flackernde Nordlicht im Meer reflektiert wird, sind die Inseln der Lofoten besonders spektakulär. Foto: Tobias Kostial

Der späte Winter ist auch die Zeit des arktischen Kabeljaus, aus der Barentssee kommt er ab Februar zum Laichen in die Gewässer vor den Lofoten. Skrei, der Winterkabeljau von den Lofoten, ist der exklusivste Fisch aus norwegischen Gewässern. Fischer aus ganz Norwegen machen sich deshalb mit ihren Kuttern auf den Weg gen Norden, um das „schwimmende Gold“ zu bergen und es wird eng in den kleinen Häfen. „Auf Wiedersehen Armut“ heißt es auf den Lofoten, wenn die Netze voll sind und überall Fische zum Trocknen aufgehängt werden. Sonne und Wind machen in zwölf Wochen den berühmten Stockfisch daraus und ein intensiver Fischgeruch hängt in der Luft. Aber dann sind die Polarkreis-Entdecker schon wieder zu Hause – und planen in Gedanken vielleicht schon ihre nächste Reise dorthin.

Reisetermine: 14.2.-23.2.2020 und 21.2.-1.3.2020; www.natours.de; Startfoto: ©  Tobias Kostial

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