16. November 2018 Hans-Raimund Kinkel

Auf Entdeckertour entlang der Vils

(epr) So vielfältig wie die Natur selbst sind auch die Möglichkeiten, sie zu erleben. Während der eine lieber zu Fuß unterwegs ist und die Landschaft im wahrsten Sinne des Wortes erwandert, schwingt sich der passionierte Zweiradfan in den Sattel und tritt kräftig in die Pedale. Bietet das zu erkundende Gebiet zusätzlich einen Wasserlauf, kommen auch Kanufahrer auf ihre Kosten.

Die optimale Verbindung dieser drei Bewegungsarten bietet eine Tour entlang der Vils. Der Fluss hält für Radler, Wanderer und Kanuten eine abwechslungsreiche Kulisse bereit. Zwischen Nürnberg und Regensburg zieht er Naturfreunde in seinen Bann, ursprünglich und naturnah windet sich sein Tal durch die Oberpfälzer Landschaft.

Mit Muskelkraft den Vilstalradweg entlang ist sowohl für passionierte Radler als auch für Familien ein echtes Vergnügen. Er ist Teil des bekannten Fünf-Flüsse-Radwegs und verläuft zwischen Amberg und Schmidmühlen auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse. (Foto: epr/Landkreis Amberg-Sulzbach_Florian Trykowski)

Die Vils entspringt in Kleinschönbrunn und ergießt sich nach etwa 90 Kilometern in die Naab. Auf diesem Weg strebt sie in ausgeprägten Mäandern aus der Vilsecker Mulde und dem Hahnbacher Becken auf die mittelalterliche Erzstadt Amberg zu. Südlich von Amberg durchfließt sie ein enges, reizvolles, mit Felsnadeln bewehrtes Juratal bis zur Mündung in Kallmünz. Wie an einer Perlenkette reihen sich die kleinen Orte am Ufer des Wasserlaufs aneinander. Sie blicken zum Teil auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Im Mittelalter hatte die Vils als Transportweg für das sogenannte „Halbzeug“ – vorgefertigtes Eisen – im „Ruhrgebiet des Mittelalters“ große Bedeutung.

Entlang der Vils reihen sich geschichtsträchtige Orte aneinander, Wanderer können entlang des Weges zahlreiche Burgen und Klöster besichtigen. (Foto: epr/ Landkreis Amberg-Sulzbach_Stefan Gruber)

Zahlreiche Burgen, Klöster und Hammerschlösser, eine regionale Besonderheit in der ehemaligen Erzregion, säumen den Lauf der Wasserstraße. Heute kann der Fluss zu Fuß, per Fahrrad oder Boot erkundet werden. Von der Quelle bis zur Mündung lässt sich sein Verlauf in fünf Tagen erwandern. Radler sind im Vilstal auf ebenen und familienfreundlichen Radwegen unterwegs, zwischen Amberg und Schmidmühlen fahren sie verkehrsfrei auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse. Der Vilstalradweg ist ein Teil des bekannten Fünf-Flüsse-Radwegs.

Ab Hahnbach ist ausreichend Wasser für Kanufahrer und Bootswanderer vorhanden, sodass die historisch gewachsene Kulturlandschaft von hier aus auf 55 Kilometer Länge in zwei bis drei Tagen vom Wasser aus erlebt werden kann. Gut zu wissen: Die Vils ist leicht zu befahren und auch für Familien mit Kindern geeignet. Mehr unter www.amberg-sulzbacher-land.de.

Startfoto: Einfach mal treiben lassen: Kanufahrern eröffnet sich ein ganz neuer Blickwinkel auf das Amberg-Sulzbacher Land und seine vielen Sehenswürdigkeiten. (Foto: epr/Landkreis Amberg-Sulzbach_Peter Neunteufel)

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