14. Juni 2022 Hans-Raimund Kinkel

Auf der Grand Tour of Switzerland – Teil 3

Auf der „Grand Tour of Switzerland“ erleben Touristen die Schweiz neu. Auf über 1600 Kilometern führt die Ferienstraße durch alle Regionen und vorbei an den bekanntesten Attraktionen. Das kurvige Vergnügen ist auch problemlos mit dem Elektroauto möglich, dank des dichten Netzes an Stromtankstellen entlang der Route.

Die dritte Etappe bringt die Gäste auf abwechslungsreichen und kurvigen 264 Kilometern vom mediterranen Süden in Lugano in das hochalpine Zermatt.

Lugano auf den Gotthardpass
Bereits kurz hinter dem Start der Etappe lockt die erste Pause. Von Rivera fährt eine Gondelbahn hinauf zur Alpe Foppa auf 1530 Metern, wo die spektakuläre Kapelle „Santa Maria degli Angeli“ von Mario Botta und die grandiose Aussicht einen Stopp lohnen. Nach diesem Abstecher führt die Route an den drei Burgen von Bellinzona stetig steigend weiter durch die Leventina. Mittendrin liegt das Dorf Giornico, ein ursprüngliches Kleinod mit drei uralten Kirchen. Nach Airolo wird es immer steiler; immer höher hinauf schlängelt sich der Weg Richtung Gotthardpass. Hinter der „Kaserne Motto Bartola“ beginnt der spektakulärste Abschnitt: Die kopfsteingepflasterte „Tremola“ gilt als längstes Baudenkmal der Schweiz und führt in halsbrecherischen Serpentinen auf die Passhöhe des Gotthardpasses.

Vom Gotthardpass zum Aletschgletscher
Auf dem 2106 Meter hohen Pass lohnt der Besuch des Nationalen Gotthardmuseums, danach geht es weiter durch die beeindruckende Landschaft des Ursenentals. Eisenbahnfans geraten in Realp in Wallung, denn ab hier fährt die Furka-Dampfbahn auf der alten Strecke des Glacier Express nach Oberwald. Mit dem Auto oder Motorrad führt die Strecke parallel zur Eisenbahn über den 2429 Meter hohen Furkapass, wo die Grenze zum Wallis passiert wird. Ab jetzt geht es stetig bergab der jungen Rhone entlang durch das Goms, wo sich ein malerisches Dorf an das andere reiht. In Fiesch bietet es sich an, das Auto kurz stehen zu lassen und die Seilbahn über die Fiescheralp hoch auf’s Eggishorn zu nehmen. Dort beeindruckt der Blick über den Grossen Aletschgletscher, den längsten Eisstrom der Alpen.

Vom Aletschgletscher nach Zermatt
Nach Fiesch folgt die Route weiter der Rhone bis nach Brig, dem größten Ort des Oberwallis. Die schöne Altstadt mit Patrizierhäusern, heimeligen Gaststätten und dem imposanten Stockalperschloss laden zum Verweilen ein. In Visp zweigt die Grand Tour of Switzerland von der Rhone ab und führt dem kleinen Fluss Vispa entlang nach Stalden und dann durch das Mattertal bis Täsch. Im Matterhorn Terminal in Täsch ist erst einmal Schluss für den motorisierten Verkehr. Vom Parkhaus geht’s die letzten Kilometer weiter mit dem Zug ins autofreie Zermatt, dem Ziel der heutigen Etappe. Für viele Gäste ist Zermatt ein Sehnsuchtsziel: Denn nirgendwo hat man einen besseren Blick auf den Berg aller Berge, das Matterhorn. Auf keinen Fall auslassen sollten die Besuchenden eine Fahrt mit der 1898 eröffneten Gornergratbahn, bei der das Matterhorn immer im Blick ist. Bei der Bergstation auf über 3000 Metern Höhe eröffnet sich ein eindrucksvolles Panorama über die Eis- und Gletscherwelt des Monte Rosa Massivs.
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Foto: Copyright: Schweiz Tourismus / Ivo Scholz

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