14. Juli 2021 Hans-Raimund Kinkel

Auf den Spuren des malaysischen Tigers

Der Tiger – imposant anzusehen, gefährlich aber auch elegant – übt seit jeher große Faszination unter den Menschen aus. Der Internationale Tag des Tigers, der jedes Jahr am 29. Juli gefeiert wird, soll auf die Gefährdung der Raubkatze und auf die Notwendigkeit des Schutzes ihres Lebensraumes aufmerksam machen. Nur noch weniger als 4.000 Tiger leben zum jetzigen Zeitpunkt in freier Wildbahn, 20.000 hingegen in Zoos oder auf Tigerfarmen. Dabei hat der Tiger eine ganz besondere Bedeutung: Er ist nicht nur Symbolfigur des Artenschutzes, sondern zugleich lebendiges Zeichen für große, intakte Ökosysteme, die auch uns Menschen saubere Luft, Trinkwasser, Nahrung und viele weitere lebenswichtige Naturalleistungen zur Verfügung stellen.

Malaysia ist eines von 13 Ländern weltweit mit eigener Tiger-Population. Bereits 2010 haben sich diese Länder für eine gemeinsame Erklärung zum Schutz der Tiere und der Proklamation des “International Tiger Day” in St. Petersburg getroffen.

Der sogenannte „malaysische Tiger“ ist eine von noch fünf lebenden Unterarten weltweit. Erst 2004 wurde er durch ein Forscherteam des WWF als eigenständige Tigerart identifiziert. Rund 250 Tiere leben derzeit noch in freier Wildbahn, vorwiegend auf dem Festland Malaysias. Mit einer Länge von zwei bis drei Metern und einem Gewicht von bis zu 190 kg sind die Tiere mit ihrem rötlichen Fell äußerst imposant anzusehen.

Um diese wunderschönen und doch zugleich stark gefährdeten Tiere weiterhin zu schützen, wurde unter anderem die Kampagne “Save Our Malayan Tiger” von der malaysischen Regierung ins Leben gerufen. Das Ministerium für Energie und natürliche Ressourcen in Malaysia setzt sich dabei dafür ein, dass die Habitate der Tiere erweitert werden, mehr Einrichtungen auf die Missstände aufmerksam machen und die Wilderei an den gestreiften Raubkatzen stärker verfolgt wird. Seit März 2019 sind für die Kampagne bereits rund 1.500.000 malaysische Ringgit, was etwa 300.000 Euro entspricht, an Spendengeldern zusammengekommen.

Taman Negara Nationalpark

Zum Lebensraum des malaysischen Tigers zählt unter anderem der Taman Negara Nationalpark, eines der beliebtesten Reiseziele in Westmalaysia. Der Park beherbergt den 130 Millionen Jahre alten, gleichnamigen Regenwald – einer der ältesten der Welt – und bietet eines der komplexesten und artenreichsten Ökosysteme weltweit. Dennoch ist der Taman Negara Nationalpark hervorragend erschlossen und beschildert, sodass Reisende sich auf eigene Faust auf Erkundungstouren begeben können, beispielsweise über den Baumkronen des Regenwalds.
Um einen Malaysia-Tiger zu Gesicht zu bekommen, ist allerdings eine geführte Dschungelwanderung nötig, die vor Ort gebucht werden kann. Ein Highlight auf einer Reise durch Malaysia, das sich aktuell auf den Tourismus-Restart vorbereitet.

Auch im Royal Belum State Park, nach wie vor eines der bestgehüteten Naturgeheimnisse Asiens, sind die gewaltigen Großkatzen Zuhause. Schon seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen, den größten und ältesten Staatspark Malaysias zu einem Nationalpark und damit zu einer der wichtigsten Destinationen für Ökotourismus im Lande werden zu lassen. Auch hier werden aufregende Wandertouren angeboten, die vor allem nachts zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Im Royal Belum State Park warten nicht nur 316 verschiedene Vogelarten darauf entdeckt zu werden, sondern, neben dem malaysischen Tiger auch noch 13 weitere der meistbedrohten Säugetierarten der Welt – darunter der Weißhand-Gibbon, der asiatische Elefant, der malaysische Sonnenbär und der malaiische Tapir. Ein Muss für jeden Tierliebhaber oder Fotografen!

Nach einer aufregenden Fotosafari oder einer anstrengenden Wandertour ist das Belum Rainforest Resort ideal für entspannte Tage und Nächte. Gelegen inmitten des tropischen Paradieses, bietet das Resort alles, was sich Naturliebhaber wünschen – Ruhe, atemberaubende Ausblicke, Abenteuer und unmittelbare Nähe zur Natur.

Fotos: © Malaysia Tourism Promotion Board

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