23. Juli 2020 Hans-Raimund Kinkel

Aktuell: Mallorca mit Maske statt Masse

Die neue Maskenpflicht seit 13.7. und der zwei Tage später folgende Lockdown von Arenal und Magaluf haben zu massenhaften Flug- und Hotelstornierungen geführt. Die allgemeine Verunsicherung ist groß und so hat sich Stefan Loiperdinger aufgemacht, um die Situation vor Ort zu erkunden.

Vorab schon mal eine klare Entwarnung: der Urlaub lohnt sich auf jeden Fall, auch mit Maske. Die Einschränkungen empfinde ich bei weitem nicht so schlimm wie viele denken und wie es von vielen Medien dramatisiert wird. Und es gibt auch einige durchaus positive Auswirkungen!

In Palma herrscht fast Normalzustand. Nur die Massen fehlen. Das Parkhaus am Paseo del Borne ist gut gefüllt, unter den Platanen von Palmas Einkaufmeile herrscht reges Treiben. Plötzlich sieht man wieder mehr Einheimische. Die sind vorher wohl in den Massen untergegangen. Man hat wieder Platz, aber man fühlt sich auch nicht alleine.

Die Cafés sind relativ voll und aufgrund der Abstandsregelungen gibt es weniger Tische und Stühle auf den Terrassen und diese sind entsprechend schnell gefüllt. Trotz Social Distancing ist die Stimmung in den Bars gut wie eh und je und es geht es genauso turbulent zu mit lauten Geschrei der Kellner und Klappern des Geschirrs wie immer.

Die Kultbar „Bar Bosch“ am Paseo del Borne ist nach wie vor Anlaufstelle Nummer eins für Mallorcabesucher.

Auch in Palmas Trendviertel Santa Catalina nimmt das Leben seinen weitgehend normalen Lauf. Ein Vorteil der neuen Coronaregeln: die Parkbuchten vor Lokalen dürfen als Terrassen genutzt werden. Wo früher strenge Regeln bezüglich der Terrassenbestuhlung galten und einige Lokale um ihre Existenz fürchten mussten, drückt die sonst so restriktive Verwaltung nun ein Auge zu.

Auch Mallorcas schönster Conzeptstore Rialto Living ist voll mit Kunden auf der Suche nach der neuesten Mode, Einrichtungsstücken und Accessoires.

Natürlich leiden die Restaurant- und Ladenbesitzer unter dem Lockdown von März bis Ende Juni, und auch jetzt nach einigen Lockkerungen lassen sich mit 50 Prozent Auslastung, bedingt durch die Abstandsregeln, wohl gerademal die Kosten decken, wenn überhaupt. Um viele der kleinen Läden und Lokale wäre es wirklich schade, wenn sie nicht überleben. Und ein Mallorcabesuch ist jetzt sicherlich angenehmer als im Sog der Massen.

So traurig und schmerzhaft Corona für unmittelbar Betroffener auch ist, die Auswirkungen haben tatsächlich auch ein paar Vorteile. Mallorca ist wieder ein bisschen mehr Mallorca geworden, zwar mit Masken, aber ohne die Massen. Und das tut mal richtig gut!

Orte mit großen Hotels und damit Geschäften und Lokalen, die von vielen Touristen abhängig sind, spüren die Auswirkungen von Corona deutlich intensiver als Orte ohne oder mit wenig Hotels. In Port de Andratx und Sant Elm zum Beispiel sind fast alle Geschäfte und Lokale geöffnet und auch voll. Hier gibt es nur weniger Hotels, dafür viele Villen und Fincas und die Zweitwohnungsbesitzer sind von Coronaregeln nicht so betroffen wie Hotelgäste. Entsprechend normal geht es hier auch zu. Zwar mit Maske, aber nur beim Essen und Trinken. Um den alten Olivenbaum trifft man sich wie eh und je zum Aperitiv oder Absacker und in den Cafés und Restaurants ist es nicht mehr so eng.

Der Autor dieses Berichts, Stefan Loiperdinger, erforscht seit 18 Jahren auf unzähligen Streifzügen jeden Winkel der Insel. Mit dem jählichem Magazin MALLORCAS SCHÖNE SEITEN und zwei exklusiven Bildbänden teilt er seine Eindrücke und Tipps über das unberührte Mallorca, von dem alle träumen.

Doch durch geschlossene Buchhandlungen und Flughäfen brach auch bei ihm der Verkauf dramatisch ein und so stellte der umtriebige Unternehmer kurzerhand während des Lockdowns auf ein digitales Portal um.

So können Mallorcareisende nun in einem 25o Seiten starken Printmagazin und in dem neuen Webportal mallorca-pur.com von der Insel träumen und ihre Reise planen.
Erhältlich für 15,80 € zzgl. Versand unter: www.mallorcas-schoene-seiten.de

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