13. Dezember 2019 Hans-Raimund Kinkel

200 Jahre Singapur: Die Geschichte der Löwenstadt

Im Jahre 1819, vor genau 200 Jahren, setzte der Brite Sir Thomas Stamford Raffles zum ersten Mal Fuß auf singapurischen Boden und die Löwenstadt wurde britische Kolonie – ein historisches Jahr, das als Gründungsjahr des modernen Singapurs gilt. Dieses Ereignis jährte sich 2019 zum 200. Mal. Ein guter Anlass, nicht nur auf die letzten 200 Jahre seit der Ankunft Sir Stamford Raffles’ zurückzublicken, sondern auf die lange 700-jährige Geschichte der Löwenstadt, die sie zu dem gemacht hat, was sie heute ist: eine pulsierende, multikulturelle Metropole im Herzen Südostasiens.

Statue von Sir Thomas Stamford Raffles

Das „Singapore Bicentennial”, die 200-Jahr-Feier zu Ehren Singapurs, beleuchtete die geschichtliche Entwicklung der südostasiatischen Stadt und zelebrierte ihre Entwicklung von einfachem Handelsplatz zur multikulturellen Megacity und international renommiertem Wirtschafts- und Innovationszentrum.

Alles nahm seinen Anfang im Jahr 1299, als der srivijayanische Prinz Sang Nila Utama, inspiriert von seiner Erscheinung eines Löwen, das Königreich „Singa-Pura” gründete, was wörtlich übersetzt „Löwenstadt” bedeutet. Er und seine Nachkommen machten Singapur zu einem regen Handelszentrum, das allerdings über die Jahrhunderte hinweg immer wieder umkämpft war. Als der britische Forscher und Staatsmann Sir Thomas Stamford Raffles 1819 an den Ufern Singapurs anlegte und die Stadt britische Kolonie wurde, erhielt Singapur neue Impulse. Die Löwenstadt entwickelte sich zu einem wichtigen Kolonialhafen und Handelsposten mit einer engen Verknüpfung zur umgebenden Region und auch zu Europa.

Dies lockte Migranten aus insbesondere Südostasien, Indien und China nach Singapur und bahnte so den Weg für die offene und multikulturelle Gesellschaft, die Singapur heute so besonders macht. Auch im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt durch technologische Innovationen und Wachstum der Industrie und Infrastruktur stetig weiter. In der Mitte des 20. Jahrhunderts jedoch führte der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zu abruptem Stillstand in der Löwenstadt. 1959 schließlich rief Singapur die innere Selbstverwaltung im Rahmen des britischen Weltreichs aus und wurde im Jahre 1963 unabhängig von Großbritannien. Die ehemalige britische Kronkolonie wurde Teil des Verbunds malaiischer Staaten. Nach dessen Auflösung 1965 erklärte die Löwenstadt ihre Unabhängigkeit und wurde so zum souveränen Stadtstaat.

Hier unsere große Reportage: Singapur.PDF