29. September 2020 Hans-Raimund Kinkel

​Umweltschutz in Thailands Nationalparks

Das thailändische Umweltministerium beschließt weitreichende Neuerungen resultierend aus den positiven Veränderungen in der Natur durch die Corona-Pandemie. Das Ausbleiben der Touristenmassen sorgt für eine Erholung der Natur der Nationalparks in Thailand. Die Tiere holen sich ihren natürlichen Lebensraum zurück, in den vergangenen Monaten wurden vermehrt seltene Tierarten gesichtet. Flora und Fauna regenerieren sich ebenfalls. Diese Atempause für die Natur soll auch fortgeführt werden, wenn wieder Touristen nach Thailand reisen können. Das Umweltministerium plant Schließungen der Parks von zwei bis vier Monaten, um die Natur zu entlasten. In diesen Zeiten können die Ranger außerdem notwendige Reparaturen vornehmen.

Spectacled Langur or Dusky Langur, Khao Sam Roi Yod Naitonal Park, Prachuap Khiri Khan, Published in The Trail of Nature at Pranburi-Sam Roi Yod, Osotho Magazine

Müllberge in Nationalparks

Viele Touristen bedeuten auch viel Abfall. Der Khao Yai Nationalpark hat daher Mitte September zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen, um Umweltsünder zu bestrafen. Campern, die in dem Park ihren Müll hinterlassen haben, wurde der Abfall per Post nach Hause geschickt. Namen und Adressen wurden von der Parkverwaltung außerdem an die örtliche Polizei weitergegeben. Das beliebte Ausflugsziel stellt ausreichend Mülleimer zur Verfügung, allerdings wurden diese nicht benutzt. Die Rücksendeaktion der Parkverwaltung setzt nun ein eindeutiges Zeichen für den Umweltschutz.

Nationalparks in Thailand

Kew Mae Pan Nature Trail in Doi Inthanon National Park, Chiang Mai

In Thailand gibt es über 300 Nationalparks, die 2019 von mehr als 20 Millionen Menschen besucht wurden. Die geplanten Schließungen für einige Monate sind ein weiterer Schritt hin zu einem nachhaltigeren Tourismus in Thailand.