„Wir waren radeln rund um Wittenberge“ – „Da wo diese Eishalle ist?“ „Nein, das ist Wittenburg“ „Ach so, ja natürlich, die Lutherstadt“ – „Nein, auch nicht, die liegt noch weiter östlich und heißt Wittenberg“ – „Ja, und wo ist denn dann dieses Wittenberge?“

wittenberge-4-panorama

Blick aus Wittenberge

So und so ähnlich spielten sich alle unsere Dialoge ab, als wir nach unserer letzten Radtour gefragt wurden. Die Antwort fiel uns dann doch relativ leicht, denn mit dem Standort Wittenberge, rund 160 Kilometer südöstlich von Hamburg, hatten wir einen weiteren Ausgangspunkt am Elbe-Radweg gewählt.

Es ist unsere Art, diesen beliebten Radweg zu erkunden, indem wir jeweils von einem Standort aus sogenanntes „Sterneradeln“ machen. Am Elbe-Radweg konzentriert sich das vor allem auf die Möglichkeit, beide Seiten des Flusses erkunden zu können. Das ist ein gewisser Gegensatz zu den Streckenradlern, die große Teilstücke jeweils nur auf einer Seite der Elbe absolvieren – was für die meisten die gewünschte Faszination, nämlich Strecke zu machen, ausübt.

Es ist Anfang August und mitten im Sommer, so verwundert es nicht, dass wir in Wittenberge eine große Zahl an Elbe-Radwanderer treffen.

Wittenberge – Stadt am Elberadweg

Die Stadt ist sozusagen eine Hochburg für Radfahrer, sowohl als Verkehrsknotenpunkt, Übernachtungsstation und als wichtigste Einkaufsmöglichkeit auf dem 90 Kilometer langen Elberadweg des Brandenburger Abschnitts. Der Elberadweg führt durch einen Teil der Innenstadt, so dass Geschäfte und Servicepunkte für die Radler direkt an der Strecke liegen. Viele Radfreunde nutzen Wittenberge als Start oder Ziel ihrer Reise durch die Natur, steigen am Wittenberger Bahnhof aus dem Zug – das Fahrrad im Gepäck – oder begeben sich vom Elbdeich kommend auf dem Schienenweg weiter in Richtung Magdeburg bzw. Hamburg.

Die Vorinformationen über Wittenberge als Ausgangspunkt für unser Sterneradeln holen wir uns im Internet, das uns für das Radeln im Dreiländereck und dem UNESCO-Biosphärenreservat Flußlandschaft Elbe vielversprechende Möglichkeiten anbietet.

alte-oelmuehle-3

Hotel- und Eventkomplex Alte Ölmühle

Bei der Wahl des Hotels schwanken wir zwischen dem Hotel Germania in der Innenstadt und der Alten Ölmühle direkt an der Elbe. Da wir den Reiz der Speicherhotels in Schwerin und Dömitz kennen, entscheiden wir uns für die Alte Ölmühle direkt an der Elbuferstraße.

Als wir ankommen erschrecken wir allerdings erst einmal fürchterlich. Das Areal dieses „Hotels“ machte auf uns den Eindruck einer „Ruine“ aus einem Ensemble hässlicher und baufälliger Backsteinbauten. Wir sind auf das Schlimmste gefasst, zumal wir nicht gleich bei der Ankunft unser Zimmer zugewiesen bekommen.

Also fragen wir nach einer Möglichkeit, einen Kaffee zu bekommen und werden in das Hauptgebäude verwiesen, wo sich uns ein Restaurant zeigt mit integriertem Brauhaus, großen Veranstaltungssälen und einer riesig dimensionierten Eventbühne davor. Plakate weisen darauf hin, dass hier in Kürze Matthias Reim auftreten wird.

alte-oelmuehle-11-festsaal

Festsaal in der Alten Ölmühle

Der Gastraum des Restaurants vermittelt uns dann doch schnell einen positiven Eindruck und wir ahnen, dass jeweils im Inneren der Gebäude der Viersterne-Qualifizierung Rechnung getragen sein würde. Und dem war dann auch so, als wir unser Zimmer mit Elbblick am späten Nachmittag beziehen. Fast Unglaubliches wurde hier in der Hülle dieses Industrie-Denkmals verwirklicht.

alte-oelmuehle-21-uferturm

Blick auf den Uferturm von unserem Hotelzimmer aus

Von unserem Zimmer blicken wir auf die Elbuferpromenade mit dem Uferturm davor, der als Café umfunktioniert wurde. In Sichtweite erkennen wir die Eisenbahnbrücke am Elbdeich und – auch wenn wir sie nicht sehen würden – hören tun wir sie auf jeden Fall. Der Lärmpegel ist selbst bei geschlossenem Fenster noch groß, vor allem, wenn endlos lange Güterzüge über die Brücke donnern. Das tun sie allerdings auch nachts, so dass ein mehrfaches Aufwachen, um nicht zu sagen aufschrecken, programmiert ist. Nach zwei Nächten allerdings gewöhnt man sich sogar daran.

 

radkarte-beispiel

Regionalkarte mit Touren nach Nummernsystem vom Touristbüro

Auf zu den Deichtouren

Zunächst radeln wir noch kurz in die Innenstadt zum Touristbüro und holen uns den 100-seitigen Touristführer „Wittenberge/Prignitz“ und bekommen zusätzlich drei Detailkarten, auf denen die verschiedenen Touren nach einem Nummernsystem aufgezeigt werden, wie wir es in Holland erlebt haben.

Deichtour-1-4

Deichtour 1 Richtung Cumlosen

Da wir früh in Wittenberge angekommen sind und sich der Regen verzogen hat, machen wir uns auf den Weg zur „Deichtour Nord“. Diese Tour ist rund 27 km lang und führt über Müggendorf und Cumlosen an der Elbe entlang. Man kann dabei sowohl oben auf dem Deich auf einem befestigten Sandweg, oder unten am Deich entlang auf einem Asphaltweg radeln. Wir nehmen den Weg oben auf dem Deich und haben einen tollen Blick auf diese herrliche Flusslandschaft mit weiten Überschwemmungsgebieten und ihrer artenreichen Vielfalt. Das ist der Elbe-Radweg von seiner schönsten Seite.

wittenberge-5-rathaus

Rathaus Wittenberge

In Cumlosen verlassen wir die Elbe und radeln ins Landesinnere auf wenig befahrenen Landstraßen über Bentwisch zurück nach Wittenberge, kommen am sehenswerten Rathaus vorbei und genehmigen uns eine Kaffeepause in der Bahnstraße, der Haupteinkaufsstraße.

Deichtour-1

Radewege auf und neben dem Deich

Es ist früher Nachmittag und wir haben Zeit, um uns auch die „Deichtour Süd“ noch vorzunehmen. Diese führt am Elbdeich hinauf zur Brücke und biegt dort nach links in Richtung Hinzdorf ab. Auch hier haben wir die typische Elbe-Biosphären-Landschaft.

ruehstaedt-tour-1-storchenturm

Storchennest auf dem Schlosspark-Turm

Wir erweitern diese Deichtour Süd und radeln weiter über Bälow bis zur Storchenstadt Rühstädt mit dem Rokokoschloss, das jetzt ein Hotel beherbergt. Wir staunen nicht schlecht, dass wirklich fast auf jedem Haus ein Storchennest besetzt ist. Zurück geht es den etwas kürzeren Weg durch das Deichhinterland.

Zusammen sind dann am späten Nachmittag gut 65 Kilometer zusammengekommen.

wittenberge-6-speicher

Historischer Speicher an der Uferpromenade

Die Sonne hat sich gegen Abend durchgesetzt, so dass wir noch einen Spaziergang auf der Elbuferpromenade machen können. Von hier aus sehen wir auch ein weiteres Industrieareal mit einem ungewöhnlichen Turm. Das schauen wir uns dann auch noch an. Es ist das Gelände der Singer Nähmaschinenfabrik mit dem Uhrenturm.

Uhrenturm Wittenberge

Dieses weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Wittenberge wurde in den Jahren 1928/1929 ursprünglich als Wasserturm zur Versorgung der Singer Nähmaschinenfabrik erbaut. Er diente dem Betrieb als Speicherkapazität von Trink- und Brauchwasser. Die Turmhöhe beträgt 49,40 m und die Breite 11,30 m. Zwei großräumige Wasserbehälter konnten 385 Kubikmeter bzw. 75 Kubikmeter aufnehmen. Bei Fundamentarbeiten fand man ein gut erhaltenes menschliches Skelett. Nach Untersuchungen durch das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie Berlin wurde es an Ort und Stelle wieder bestattet. Noch immer gilt die Uhr des Turmes als die größte Turmuhr des europäischen Festlandes. Ihr Durchmesser beträgt 7,30 m, die Länge des Großen Zeigers 3,30 m, die des kleinen 2,25 m. Die beleuchteten Zeiger und Ziffern strahlten nach der Inbetriebnahme 1929 weit in das Prignitzer Land und über die Elbe hinweg in die Altmark.

wittenberge-uhrturm-2

Uhrenturm im Singer-Areal

Das Uhrwerk besitzt vier Uhrwerke. Jedes Ziffernblatt wird angetrieben durch einen kleinen Drehstrommotor. Diese Antriebswerke laufen als Nebenwerk und wurden bis 1994 von einer Hauptuhr mit Gewichtsantrieb, elektrischem Aufzug und einem Präzisionspendel gesteuert. Heute ist diese Technik nicht mehr zu sehen. Im Funkzeitalter wird die Uhr über die Atomuhr des Physikalischen Institutes Braunschweig gesteuert, indem Funkimpulse die kleinen Elektromotoren in Bewegung setzen.

Im Turm befindet sich auch die Singer-Ausstellung, die nicht nur über die Nähmaschinen informiert, sondern auch über das Leben von Isaac Merritt Singer.

Weitere Bilder von Wittenberge:

Die Grenzlandtour im Regen
Am nächsten Morgen ist der Himmel grau und die ersten Tropfen fallen bereits während wir frühstücken. Wir versichern uns gegenseitig mit einigen anderen Hotelgästen, erkennabere Radfahrer, dass wir „wasserfest“ sind.
Das Regeradar macht uns leider auch keine große Hoffnung auf wesentliche Besserung, verspricht uns dennoch ein regenfreies Zeitfenster von 3-4 Stunden ab 11.00 Uhr. So lange wollen wir mit unserem Start zur Grenzlandtour nicht warten, ziehen unsere Regensachen an und los geht es auf diese 58 Kilometer lange Tour.

grenzzaun-1

Denkmal der innerdeutschen Teilung bei Stresow

Im Uhrzeigersinn radeln wir am Elbdeich hinauf zur Eisenbahnbrücke. Der Zugang zum parallel zu den Schienen verlaufenden schmalen Holzbohlenweg ist sehr unscheinbar und benötigt etwas Aufmerksamkeit. Den Blick von der Brücke können wir wegen des Regens nicht genießen und biegen danach auf den Altmarkrundkurs auf den südlichen Elberadweg in Richtung Eickerhöfe ab.
Der Weg führt danach durch die „Märsche“ auf sehr guter Strecke durch dieses Landschaftsschutzgebiet in gewissem Abstand zur Elbe zum Storchendorf Wahrenberg. Hier wird man auf dem Elbdeich um den Ort herumgeführt, so dass man sowohl eine gute Aussicht auf das Dorf wie auf den gegenüber liegenden alten Fähranleger hat.

bockwindmuehle-wanzer

Bockwindmühle Wanzer

Dann geht es durch ländliches Gebiet zur Aland-Elbeniederung nach Wanzer, wo wir einen kurzen Stopp bei der Bockwindmühle machen. Der Ort ist ansonsten menschenleer, so dass wir uns nicht lange aufhalten.
Hinter Aulosen geht es rechts ab zum Elberadweg zur Gedenkstätte der innerdeutschen Teilung in Stresow. Der Himmel ist immer noch grau und die Gedenkstätte vermittelt dadurch noch stärker die Bedrücktheit dieser Zeit.

Am Stresower See begegnen wir dem ersten und einzigen Radfahrer, der auf dieser Seite der Elbe Richtung Osten fährt. Das letzte Teilstück bis zum niedersächsischen Schnackenburg führt am Fluss Aaland entlang, der hier in die Elbe mündet.

faehre-schnackenburg-1

Fähre bei Schnackenburg

Schnackenburg liegt im Urstromtal der Elbe. Bis zur deutschen Wiedervereinigung war Schnackenburg Grenzstadt und Zollstation mit einem Schutzhafen für die Binnenschifffahrt. Die Fährverbindung nach Lütkenwisch in Brandenburg wurde im Jahr 1990 wieder aufgenommen. Sie verbindet zwischen den beiden festen Elbequerungen durch Brücken bei Wittenberge und zwischen Dömitz und Dannenberg zusammen mit der etwas weiter stromabwärts gelegenen Fährverbindung Pevestorf–Lenzen (Elbe) die Bundesländer Niedersachsen und Brandenburg.

Ökologisch ist die Region durch den früheren Grenzverlauf noch relativ unberührt. Die Elbtalaue rund um Schnackenburg ist ein Naturschutz- und Erholungsgebiet mit seltenen Pflanzen und Vögeln, wie zum Beispiel Seeadler und Schwarzstorch. Im Alten Fischerhaus befindet sich das Grenzlandmuseum.

Wir schauen uns nur kurz um und setzen mit der Fähre über. Von Lütkenwisch über Cumlosen und Müggendorf radeln wir ohne nass zu werden an der Elbe entlang nach Wittenberge zurück. Die angegebenen 58 Kilometer hat mein Tacho nicht ganz registriert. In Wittenberge suchen wir den Lokschuppen, stehen auch von einem Zaun getrennt davor, finden aber keinen Zugang. Die Tore sind ohnehin auch alle geschlossen.

„Geschlossen“ – das ist ein Stichwort, das wir mit einigen anderen Radfahrern auf dem Elberadweg in diesem Teilabschnitt mit Kopfschütteln austauschen. Auf der gesamten Grenzlandtour, vor allem in den Ortschaften am Elberadweg hat nicht ein einziges Café geöffnet. Es ist Hauptsaison! Offensichtlich lohnt es sich nur am Wochenende. darüber sind wir doch enttäuscht.

Die Elbe-Prignitzer Dörfer-Tour

Das Wetter am nächsten Tag zeigt sich wieder von seiner schöneren Seite. Aus den vorgeschlagenen Touren „Elbdörfer-Tour“ und „Prignitzer Dörfertour“ machen wir unsere eigene Strecke und radeln am Uhrenturm vorbei nach Nordosten bis Breese. Der Radweg führt an kleinen Häusern hinter einer Allee entlang und strahlt eine friedliche Atmosphäre aus. In Breese biegen wir nach Südosten Richtung Bad Wilsnack ab bis Kuhblank.

perleberg-tour-5-kiefern-waldweg

Durch lichte Kiefernwälder auf Dörfertour

Hier geht es links hinein in das Naturschutzgebiet Heideweiher, eine sehr wenig befahrene Landstraße durch lichte Kieferwälder. Eine herrliche Landschaft. Der Weg kommt nördlich Bad Wilsnack an die Strecke Richtung Nordosten. Nach wenigen Kilometern kommen wir nach Grube mit einem hübschen Dorfkern rund um die Kirche und das Schloss, ebenfalls wie in Rühstädt als Hotel genutzt.

perleberg-tour-3-schloss-grube-1

Schloss-Hotel Grube

In Groß Werzin führt der Weg parallel zur Bundesstraße 5 nach Perleberg.

Regionales Zentrum Perleberg

Perleberg wollten wir auf dieser Reise auf jeden Fall besuchen, versprach doch die historische Innenstadt mit der St. Jacobi Kirche und dem Roland auf dem Marktplatz einen sehenswerten Ort.

perleberg-tour-8-fachwerk

Fachwerkhäuser am Marktplatz

Dazu aus Wikipedia: „Die Stadt Perleberg ist die Kreisstadt des Landkreises Prignitz im Land Brandenburg. Mit rund 12.000 Einwohnern ist sie nach Wittenberge die zweitgrößte Stadt im Landkreis.

Perleberg liegt in der Prignitz am Fluss Stepenitz, welcher hinter Perleberg in das Elbe-Urstromtal fließt. Die Altstadt von Perleberg liegt auf einer aus Sandablagerungen gebildeten Insel zwischen zwei Stepenitzarmen im Stepenitztal.“

Wir stellen unsere Räder an der Kirche ab und starten unseren Rundgang. Die Kirche ist offen und uns folgt eine uns anlächelnde Frau ins Innere und bietet uns eine Führung an. Diesen Servcie der „Offenen Kirche“ mit feiwilligen Helfern haben wir bereits einige Male gerne angenommen, weil sie engagiert, aber unaufdringlich verstehen, einem informativen Hintergrund zu vermitteln.

Pfarrkirche St. Jakobi

perleberg-tour-21

Pfarrkirche St. Jakobi

Die frühestete urkundliche Erwähnung der stadtbildprägenden St.-Jakobi-Kirche stammt aus dem Jahr 1294. Die dreischiffige gotische Hallenkirche wurde aus Backstein auf einem Feldsteinsockel in drei Bauabschnitten errichtet. Ihr Turm erfuhr auch in den darauffolgenden Jahrhunderten wiederholt Veränderungen, wobei mehrfach Stürme und durch Blitzschlag verursachte Brände die Turmspitze zerstörten. Zuletzt wurde sie nach einem Brand im Jahr 1916 durch ein einfaches Satteldach ersetzt. Die Kirche steht auf dem Kirchplatz im historischen Stadtkern, im Süden, Westen und Norden umringt von denkmalgeschützten Häusern. Im Osten schließt sich der Große Markt mit Rathaus und Roland an.

Nach der Führung durch die Kirche überreicht sie uns noch einige weitere Informationen über Perleberg und gibt uns Tipps. Zunächst natürlich geht es auf den Marktplatz, wo vor dem Rathaus Wochenmarkt ist. Gegenüber dem Rathaus erhebt sich der berühmte Roland dieser Stadt.

Perleberger Roland

perleberg-tour-20-roland

Perleberger Roland

Der Perleberger Roland befindet sich auf der nordöstlichen Seite des Großen Marktes vor der ehemaligen Bibliothek. Bereits 1498 wird die Rolandsfigur erwähnt. 1546 erfolgte eine Neuaufstellung aus Sandstein. Auftraggeber war die Gemeinde und ausgeführt wurde die Arbeit durch ortsansässige Handwerker. Die Figur hat eine Höhe von 4,26 Meter und fällt durch die reichverzierte Wehr auf. Der sogenannte Maximiliansharnisch ist ein besonderer Schmuck der Statue.
Weiter schlendern wir durch die Altstadt an die Stepenitz.

perleberg-tour-2-rathaus

Rathaus mit Marktplatz

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören auch drei Museen: Das Stadt – und Regionalmuseum, das DDR-Geschichtsmuseum und das Oldtimer- und Technikmuseum.

 

Um Perleberg umfassend zu erkunden braucht man mehr als diesen einen Besuch. So machen wir uns auf den Rückweg, den wir zunächst über Quitzow, Dergenthin und Schilde geplant hatten. Die Strecke nach Quitzow ist aber komplett gesperrt, so dass wir den kürzeren Weg parallel der 189 und der Bahnlinie zurück nach Perleberg einschlagen.

Den Tag ausklingen lassen wir im Beachbereich des Uferturms unseres Hotels. Schauen uns auch die drei Etagen des Uferturms noch an, in denen Dokumente über die große Flutkatastrophe gezeigt werden und können dann noch beobachten, wie Jugendliche an der Hotelwand entlang klettern.
Sie setzen mit der Außenrutsche vom Kletterturm 45 Meter hoch über die Showbühne zur Kletterwand und danach zurück zum Einstieg in den Turm. Als weiteres Highlight kann man im Tauchturm Schnuppertauchen absolvieren.

Die Geschichte der „Alten Ölmühle“ Wittenberge

alte-oelmuehle-12

Hauptgebäude der Alten Ölmühle

„1823 erwarb der Berliner Kaufmann Salomon Herz in Wittenberge ein Grundstück am Elbufer und begann mit dem Aufbau einer Ölmühle und einer Ölhandelsgesellschaft, der ersten in Deutschland. Zu dieser Zeit hatte Wittenberge 1000 Einwohner und die erste industrielle Anlage. Rohstoffe wie Lein, Raps und Rüben kamen aus der ländlich Umgebung, ebenso die benötigten Arbeitskräfte. Bald gab es Importverbindungen mit Rumänien, Russland und Indien. Der Transport von Rohstoffen und Fertigprodukten fand vorerst über den Wasserweg Elbe statt. Das erzeugte Rohöl wurde vor allem als Leucht- und Schmiermittel verwendet, ein geringer Teil wurde zu Speisezwecken veredelt.“
Mehr dazu unter: http://www.oelmuehle-wittenberge.de/de/historie.html

Nach dem vollen Programm der vergangenen drei Tage und neuem Regen am Abreisetag verlasssen wir Wittenberge und sind am späten Vormittag wieder zurück in Hamburg.