Der Spätsommer und Frühherbst sind die ideale Zeit zum Wandern. Es gewittert weniger und ist nicht mehr so heiss wie noch im Juli und August. Wer bei seinem Ausflug in die Berge dennoch ins Schwitzen kommt, der kann sich an oder in einem der vielen Bergseen erfrischen – oder aber einfach das faszinierende Panorama geniessen. Dafür bieten sich in Graubünden mit seinen imposanten Gipfeln und seinen 615 Seen viele Gelegenheiten. Folgend eine Auswahl der zehn schönsten Gewässer dieser Region.

Crestasee: der Verwunschene

Crestasee_©Graubünden Ferien, crestasee

Crestasee © Graubünden Ferien

In der märchenhaften Landschaft am Crestasee zwischen Trin und Flims wähnt man sich am Schauplatz einer alten Bündner Sage. Doch keine Angst, Wassernymphen und Waldgeister wird man hier vergeblich suchen. Dafür findet man bestimmt ein idyllisches Plätzchen am Waldrand oder im Restaurant mit Ausblick auf das türkisfarbene Wasser.

Lago di Saoseo: der Unvergleichliche

Tarasp, Lago da Saoseo

Lago di Saoseo © Graubünden Ferien

Es gibt Orte, die lassen sich nur schwer in Worte fassen. Die Landschaft am Lago di Saoseo im Valposchiavo gehört dazu: kobaltblaues Wasser, umgeben von Lärchen- sowie Arvenwäldern und majestätischen Bergen. Wer von diesem Anblick nicht genug bekommen kann und länger bleiben möchte, kann in der gleichnamigen SAC-Hütte übernachten.

Lägh dal Lunghin: der Eisige

Lägh Lunghin_©Graubünden Ferien, Bregaglia Engadin

Lägh Lunghin © Graubünden Ferien, Bregaglia Engadin

In der kargen Hochgebirgslandschaft, hoch über dem Val Bregaglia, thront der Lägh dal Lunghin. Hier, auf fast 2‘500 m ü. M., ist der Himmel besonders nah. Vielleicht erklärt das, warum das Wasser des Sees so besonders blau ist.

Oberengadiner Seen: die Inspirierenden

Oberengadiner Seen_©Graubünden Ferien, Andrea Badrutt

Oberengadiner Seen © Graubünden Ferien, Andrea Badrutt

Die Seen im Oberengadin haben schon Geistesgrössen wie Nietzsche, Segantini und Wagner inspiriert. Doch nicht nur auf den Geist hat diese Umgebung positive Auswirkungen, sondern auch auf den Körper. Deshalb ist die Region seit jeher als Kurort bekannt.

Heidsee: der Sportliche

Heidsee_©Graubünden Ferien

Heidsee © Graubünden Ferien

Ob Heidi im Heidsee gebadet hat, lässt sich nicht belegen. Wahrscheinlicher ist es, dass der Name auf seinen Standort zurückgeht. Der bei Lenzerheide gelegene See eignet sich hervorragend für Wassersport: zum Beispiel zum Segeln, Windsurfen, Schwimmen oder Fischen. Kinder können sich am Sandstrand sowie auf der Pirateninsel, der Hängebrücke oder dem angrenzenden Spielplatz austoben. Für einen Heidenspass ist garantiert.

Lag da Claus: der Neuling

Lai Claus_©Sedrun Disentis Tourismus, M. Nutt

Lai Claus © Sedrun Disentis Tourismus, M. Nutt

Das Ufer des Lag da Claus wurde aus dem Aushub des Gotthard-Basistunnels erstellt, der unter Sedrun durchführt. Und weil die Sedruner die Möglichkeit hatten, einen neuen See zu erschaffen, haben sie einen besonders schönen Ort dafür ausgesucht. Der Ausblick auf die umliegenden Berge ist perfekt und die Ruhe wird garantiert nicht durch Verkehrslärm gestört.

Lai Nair: der Missverstandene

Lai Nair / Tschlin Models:  Lara Patzack, Nina Ardizzone, Michael Beer

Lai Nair © Graubünden Ferien, Stefan Schlumpf

Lai Nair heisst auf Vallader, dem rätoromanischen Idiom des Unterengadins, Schwarzer See. Dieser Name klingt aber viel zu abweisend für das Kleinod im Unterengadin. Das wird einem bewusst, wenn man die glasklare Oberfläche des Sees erblickt und sich darauf der tiefblaue Himmel und die im Spätsommer goldgelb leuchtenden Lärchen spiegeln. Nur einige hundert Meter vom See entfernt, liegt das Schloss Tarasp, eines der schönsten Schlösser der Schweiz.

Davosersee: der Mondäne

DAVOS KLOSTERS - Sommerlandschaft am Davosersee mit Jakobshorn im Hintergrund. Im Sommer ist der Davosersee ein beliebtes Ziel fuer Spaziergaenger. Summer landscape nearby the Lake of Davos, with the Jakobshorn in the background. In summer, Lake Davos is a popular destination for walkers. Copyright by Destination Davos Klosters      Byline: swiss-image.ch/Patricia Froidevaux

Davosersee © Graubünden Ferien, Davos Destination

Städte mit Stränden gibt es wie Sand am Meer, jedoch nicht in den Alpen. Darum ist der Davosersee eine grosse Ausnahme. Ob Beachvolleyball, Kite- und Windsurfen, Segeln, Schwimmen oder nur Sonnenbaden, wer Wasser, Sport und Berge liebt, kommt in Davos auf seine Kosten.

Lai Barnagn: der Familienfreundliche

Lai Barnagn_©Savognin Tourismus in Surses

Lai Barnagn © Savognin Tourismus in Surses

Ziemlich schlau, was sich die Savogniner da haben einfallen lassen: Der Lai Barnagn ist ein künstlicher See und im Winter, wenn niemand draussen baden will, dient er als Parkplatz für das Skigebiet. Aber keine Angst, davon merkt man im Sommer nichts. Er ist einer der wärmsten Badeseen der Alpen und wegen seines Spielplatzes, Streichelzoos und Wasserparks bei kleinen Wasserraten besonders beliebt.

Palpuognasee: der Kanadische

Palpuognasee_©Graubünden Ferien

Palpuognasee © Graubünden Ferien

Sparen sie sich den Flug über den Atlantik: In der kanadischen Wildnis wähnt man sich auch am Palpuognasee im Albulatal. Blaugrünes Wasser, Lärchenwälder und am Ufer ein einsam gelegenes Häuschen. Kein Wunder wurde dieser Ort bereits zum „schönsten Flecken der Schweiz“ erkoren.