Le Grau du Roi © Jm Cazenove

Le Grau du Roi © Jm Cazenove

Im Departement Gard bildet die Mittelmeerküste mit dem Hinterland ein landschaftliches Patchwork aus blauem Wasser, grünen Reisfeldern und gelben Dünen. Das Bilderbuchklischee der Camargue wird komplett durch Farbtupfen von rosa Flamingos, weißen Pferden und schwarzen Stieren. Zwischen Meer, Salzweiden und duftender Strauchheide zieht sich das glitzernde Band des Rhein-Rhône-Kanals. Der Küstenstreifen mit den erhaltenen Naturgebieten der Camargue bietet unvergessliche Erlebnisse bei Wassersport, beim Reiten am Strand, Paddeln, aber auch beim süßem Nichtstun an Bord eines Hausbootes.

Freizeithafen mit Umwelt-Zertifikat

Voile au Grau du Roi Port Camargue © OT Grau du Roi

Voile au Grau du Roi Port Camargue © OT Grau du Roi

Port Camargue ist mit fast 5.000 ganzjährig zugänglichen Liegeplätzen der größte Freizeithafen Europas. Davon sind rund 200 Anlegeringe für Zwischenstopps reserviert. Dank des Bemühens um die Umwelt erfüllt Port Camargue die Norm ISO 14001. Die erhaltene Natur der Dünen von Espiguette, die Strände und ein breit gefächertes Angebot machen den Ferienort zu einem idealen Ziel für alle Wassersportfans. Man muss nicht gleich wie der bekannte Segelsportler Kito de Pavant zum weltumspannenden Segelereignis „Vendée Globe“ aufbrechen, schon bei kleinen Törns mit Segelbooten oder Katamaranen wird die Weite des Meeres zum Erlebnis. Finden Fans von Adrenalin-Stößen ihr Glück beim flotten Wind- oder Kitsurfen, Wasserski-Fahren oder auf einem Jet-Ski, verhilft anderen das sanftere Stand Up Paddle oder Tauchen zu ihrem Ferienglück. Allerdings lässt sich in Port Camargue auch einfach nur die südliche Sonne und das Strandleben genießen.

Thunfisch und Hai nur fürs Foto

Le Grau du Roi © Gard Tourisme

Le Grau du Roi © Gard Tourisme

War die Festungsstadt Aigues-Mortes im 13. Jh. dank der Lagunenseen als Zugangshafen zum Mittelmeer gedacht, erfüllt heute das direkt am Meer liegende Grau du Roi ungleich besser seine Funktion als Fischerhafen. Für Sportfischer besteht die Gelegenheit mit dem Veranstalter „Expérience Pêche“ an Bord des 7 m langen Motorbootes Maupiti auf Großfisch-Fang zu gehen. Doch weder Thunfische noch Haie müssen dafür ihr Leben lassen. Jeder Fang wird markiert und nach einem unumgänglichen Erinnerungsfoto wieder ins kühle Nass entlassen, um die Bestände zu schonen. Außerdem werden die Großtaten der Hochseeangler mit der Bordkamera dokumentiert und als USB-Stick überlassen. Beim anschließenden gemeinsamen Mahl und einem Glas lokaler Weine können die maximal 6 Teilnehmer begeistert ihr Anglerlatein spinnen.
 

 

Reinrassig am Strand entlang

Flamants et cheval © Gard Tourisme

Flamants et cheval © Gard Tourisme

Robuste, weiße Pferde sind das Wahrzeichen der Camargue. Von Julius Cäsar bis zu den Gardians, den Hirten der Stiere, wurde diese alte Rasse für ihre Ausdauer, Genügsamkeit und Trittfestigkeit geschätzt. Auf dem Reiterhof Mas de l’Espiguette bei Grau du Roi werden die Camargue-Pferde reinrassig gezüchtet. Wenn Sand und Wellen aufspritzen, eine frische Meeresbrise die Pferdemähne flattern lässt, schlägt jedes Reiterherz höher. Eine der wohl umweltfreundlichsten Arten die Natur zwischen Lagunen und Strand kennen zu lernen, ist hoch zu Ross. Zwei Stunden auf Camargue-Pferden diese großartige Landschaft zu durchstreifen wird zum Erlebnis und ist für jedes Reitniveau geeignet. Für erfahrene Reiter findet die vom Mas de l’Espiguette organisierte dreistündige Safari ihren Höhepunkt bei einem unvergesslichen Strandgalopp.

Paddelnd die Natur entdecken

© Eco pagayeur - Photo Demouy

© Eco pagayeur – Photo Demouy

„Espace éco-pagayeur“ in Grau du Roi bietet ein neues Konzept, um aktiv die empfindliche Umwelt der Camargue kennen zu lernen. Vier in einem Führer erklärten und gekennzeichneten Strecken führen ab der Basis am Vidourle-Becken bis zum Lagunensee von Ponant. Mit dem Kanu oder per Stand-Up-Paddle werden auf dem Wasser verschiedene Biotope durchquert. Für Familien ist die Beantwortung der Fragen auf den Markierungen entlang der Strecken ein ebenso lehrreiches wie amüsantes Spiel. Die Touren zwischen eineinhalb und zweieinhalb Stunden erlauben Fauna und Flora, den Fluss Vidourle mit seinen Einrichtungen oder die Fischerei und Wasserwirtschaft zu entdecken. Eine dreieinhalbstündige Tour umfasst die gesamte Thematik. Das vom Kayak Club Terre de Camargue betreute Angebot erhielt das Label „Gard Pleine Nature“.

Naturpanorama entspannt genießen

© Canal du Rhône à Sète - Gard Tourisme

© Canal du Rhône à Sète – Gard Tourisme

Bei einem Glas Rosé an Deck eines Hausbootes die Camargue zu erleben, ist eine ausgesprochen gemütliche Variante. Gemächlich gleiten die Boote auf dem Rhône-Sète-Kanal zwischen Mittelmeer und Laguenenseen durch diesen einzigartigen Landstrich im Rhône-Delta. Dabei bilden die historischen Mauern von Aigues-Mortes oder die Abteikirche von Saint Gilles, eine wichtige Etappe auf dem Jakobsweg nach Compostela, den Kontrast zu den Salzgärten und den im Wasser staksenden Flamingos. Hausboot-Touren werden ab den Liegehäfen Bellegarde, Aigues-Mortes, Beaucaire und St. Gilles geboten.

Weitere Informationen und die guten Adressen:
WWW.GARD-TOURISMUS.COM